Eine 35-jährige Frau hatte ein Klebeband in der Nase: Es war seit ihrer Geburt dort.
Nach Angaben von ТСН: Die Argentinierin Candela Reibo hatte ihr ganzes Leben lang Atemprobleme durch das rechte Nasenloch. Der Grund war so ungewöhnlich, dass die Ärzte anfangs ihren Augen nicht trauten: In der Nase der 35-jährigen Frau befand sich ein gerolltes Klebeband, das offenbar seit ihrer Geburt dort war.
Erfahrungen aus der Kindheit
Candela gestand, dass sie von Kindesbeinen an gelernt hatte, durch den Mund zu atmen, und dass dies während körperlicher Anstrengung und im Schlaf der einzige Ausweg war. Sie hatte dem über viele Jahre hinweg nicht viel Beachtung geschenkt, bis sie im letzten Jahr eine schwere Sinusitis hatte. Aufgrund fehlender CT-Scans in ihrer Stadt wurde keine Untersuchung durchgeführt, und die Frau wartete einfach, bis der Schmerz nachließ.
Entdeckung des Problems
Vor einem Monat kehrte der Schmerz zurück, und während einer Untersuchung bemerkte der Arzt eine verdächtige Formation in der Nase und verwies Candela zu einem CT-Scan. Der Scan zeigte ein teilweise verkalktes Objekt mit den Maßen 8×6 mm – ein typisches Rhinolith, das sich um Fremdkörper bildet, die seit Jahrzehnten in den Nasengängen verbleiben.
Entfernung des Fremdkörpers
Während der Endoskopie versuchte der Arzt fast eine Stunde lang, das Hindernis zu entfernen und holte schließlich einen zusammengerollten Streifen Klebeband heraus. Candela erkannte das Material sofort. Sie erinnert sich nicht, wie das Band in ihre Nase geraten sein könnte, aber ihre Mutter erinnerte sich an einen wichtigen Moment: 1990 wurde das neugeborene Mädchen aufgrund einer Ateminsuffizienz an ein Nasentubus angeschlossen. Die Familie vermutet, dass das Band Teil einer Halterung für medizinische Geräte gewesen sein könnte.
Ein neuer Lebensabschnitt
Nach der Entfernung des Fremdkörpers stellt Candela fest, dass sie "neues Leben einatmet". Obwohl die Schwellung noch vorhanden ist, fühlt sie einen merklichen Unterschied.
"Die Sache ist, dass ich mit 35 Jahren entdecke, wie es ist, normal durch beide Nasenlöcher zu atmen. Und ich bin die Hauptdarstellerin der seltsamsten Anekdote, die ich je gekannt habe"- gesteht sie.
Ihre Geschichte verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken: Tausende Menschen danken ihr für ihre Offenheit und teilen ihre eigenen Geschichten über Symptome, die sie für normal hielten. Candela hofft, dass ihr Fall eine Erinnerung daran ist: Anhaltende Unannehmlichkeiten sind kein Grund, einfach zu resignieren, sondern ein Signal, einen Arzt aufzusuchen.
Diese Geschichte unterstreicht die Bedeutung des Arztbesuchs bei langanhaltenden Symptomen, die unbedeutend erscheinen mögen. Gesundheit ist etwas, das man nicht ignorieren sollte, selbst wenn Probleme alltäglich erscheinen. Sie erinnert daran, dass oft hinter gewohnten Unannehmlichkeiten etwas Ernsthafteres steckt, das Aufmerksamkeit und Hilfe benötigt.
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