Gedenkhelm für tote Sportler: IOC untersagt ukrainischem Athleten persönliches Symbol.
IOC untersagt Helm mit Porträts gefallener Athleten
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskevych darf seinen Helm mit den Bildern getöteter ukrainischer Sportler bei den Olympischen Spielen nicht tragen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verhängte dieses Verbot nach den ersten Trainingseinheiten auf der olympischen Bahn. Auf dem Helm sind unter anderem die Porträts von Dmytro Scharpar und Jewhen Malyschew zu sehen, die im Krieg ums Leben kamen. Die Entscheidung löste einen Konflikt zwischen dem Athleten und dem IOC aus.
Emotionale Reaktion des betroffenen Sportlers
Wladyslaw Heraskevych reagierte tief bestürzt auf die Entscheidung der Funktionäre. Er kündigte an, einen offiziellen Antrag auf Überprüfung der Entscheidung zu stellen. Der Athlet betonte, dass ein solches Gedenken keine politische Aktion sei.
„Das zerbricht mir einfach das Herz und fühlt sich wie ein Verrat an jenen Sportlern an, die Teil der olympischen Bewegung waren“– so Wladyslaw Heraskevich. Das IOC begründet derartige Verbote üblicherweise mit der Neutralitätsregel, die politische, religiöse oder ethnische Botschaften untersagt.
Der Vorfall wirft erneut die Frage auf, wo die Grenze zwischen persönlichem Gedenken und politischer Stellungnahme im Sport verläuft. Er unterstreicht die schwierige Lage ukrainischer Athleten, die auf der internationalen Bühne auch an ihre im Krieg gefallenen Landsleute erinnern möchten. Die emotionale Reaktion Heraskevychs spiegelt dabei die Gefühlslage vieler seiner Kollegen wider, die das Andenken an ihre toten Teamkameraden auch im Wettkampf bewahren wollen.
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