Kiew im Eiskeller: Wie Obdachlose und ihre Tiere bei bis zu -27 Grad überleben.
Eisige Temperaturen in Kiew: Die Not der Obdachlosen
Nach Angaben von TSN.ua: In Kiew werden arktische Temperaturen von bis zu minus 27 Grad erwartet. Diese extreme Kälte bedroht das Leben der Menschen, die auf der Straße leben – und das ihrer tierischen Begleiter. Besonders dramatisch ist die Lage von Natalia und ihrem Hund Bobo. Die etwa 60- bis 65-jährige Frau hält sich unter einem Balkon an der Rajduzhna-Straße auf. Obwohl sie angibt, sich prinzipiell in Ordnung zu fühlen, sind die Spuren der Kälte unübersehbar: Ihre Wangen sind erfroren und weisen eine bläuliche Verfärbung auf.
Das Thermometer soll vor allem nachts auf bis zu minus 23 Grad fallen. Für Obdachlose wird jeder Tag zum Kampf ums Überleben. Oleksandra Haziieva, die Natalia unterstützt, berichtet, dass die Frau sich nur schwer fortbewegen kann. Sie benötigt dringend einen sicheren Unterschlupf in der Nähe ihres gewohnten Ortes. Es ist lebensgefährlich, für sie und für Bobo, weiter im Freien zu bleiben. Solche Extremwetterlagen fordern jedes Jahr Opfer.
Notunterkünfte bieten Schutz
Für Menschen in Not stehen in Kiew zwei beheizte Zeltunterkünfte zur Verfügung. Sie befinden sich im Stadtteil Trojeschtschyna an folgenden Adressen:
- Lawrukhina-Straße 11
- Beretti-Straße 7
Doch nicht alle Obdachlosen können diese Angebote nutzen, sei es aus Angst, wegen ihrer Tiere oder aus anderen Gründen. Die Suche nach warmen Schlafplätzen bleibt daher eine der dringendsten Aufgaben, wenn der Frost die Stadt im Griff hat.
Die Situation für die obdachlosen Menschen in Kiew ist während der strengen Kälte lebensbedrohlich. Lokale Hilfsorganisationen und Freiwillige kämpfen darum, Lösungen zu finden und Unterstützung zu leisten. Doch die Kapazitäten der Notunterkünfte und die verfügbaren Ressourcen sind begrenzt und reichen oft nicht für alle Bedürftigen aus. In einem immer kälter werdenden Winter bleibt die Sicherstellung von Wärme und Schutz die größte Herausforderung.
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