Ukraines Streuner in der Eiseskälte: Warum der Kampf um ihr Überleben so dringend ist.

Ukraines Streuner in der Eiseskälte: Warum der Kampf um ihr Überleben so dringend ist
Ukraines Streuner in der Eiseskälte: Warum der Kampf um ihr Überleben so dringend ist

Streuner in Lebensgefahr: Der harte Winterkampf in der Ukraine

Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine erlebt derzeit extreme Minusgrade, die für herrenlose Tiere lebensbedrohlich sind. Schon Temperaturen unter -10°C bedeuten akute Gefahr. Freiwillige versorgen die Tiere mit Futter und bauen Notunterkünfte. Durch den Krieg ist die Zahl der Streuner stark angestiegen, was die Überlebenschancen im Winter zusätzlich verschärft. Die Situation ist für viele Tiere existenziell.

Allein in einem Tierheim in der Region Kiew wurden seit Beginn der starken Fröste bereits über 150 Tiere gerettet. Diese Zahl zeigt das Ausmaß der Krise. Die Helfer werden mit einer Flut von Hilferufen konfrontiert.

„Die vergangenen Winter waren nicht so kalt. Jeden Tag erreichen uns zahlreiche Notrufe. Diesmal müssen wir uns auf die schwersten Fälle konzentrieren“, berichtet die Freiwillige Irena Skakun.

Instinktiv suchen die Tiere nach einem warmen Platz. Sie versuchen, in Geschäfte zu gelangen oder wärmen sich unter Motorhauben von Autos.

„Die Tiere handeln instinktiv: Sie drängen in Läden oder kriechen unter Motorhauben“, erklärt Olga Matsko, eine weitere Aktivistin, die sich für Streuner einsetzt.

Doch veraltete Vorschriften erschweren die Rettung. In 15 ukrainischen Städten verbieten überholte sanitäre Normen den Aufenthalt von Tieren in Verkaufsräumen. Dies nimmt ihnen die Möglichkeit, in Geschäften Schutz zu finden, und kann so tödlich enden. Diese Regelungen stammen aus einer anderen Zeit und ignorieren die aktuelle Not.

Als Antwort auf die bittere Kälte entstehen neue Initiativen wie spezielle „Katzenhäuser“ oder beheizte Busse, die temporären Schutz bieten. Sie sind Ausdruck eines wachsenden gesellschaftlichen Mitgefühls und Verantwortungsbewusstseins.

Die Freiwilligen setzen ihre lebensrettende Arbeit fort, denn für die Tiere ist jede Hilfe überlebenswichtig.

„Morgen würden Sie hier einen toten Hund finden, sehen Sie, wie er zittert... Wir versuchen jetzt, ihn zu evakuieren“, schildern Helfer die dramatische Dringlichkeit ihrer Einsätze.

Die Lage der Streuner in der Ukraine ist im Winter äußerst prekär und erfordert schnelles Handeln. Der Anstieg ihrer Zahl durch den Krieg und die extreme Kälte macht deutlich, dass es nicht nur freiwilliger Hilfe, sondern auch systematischer Lösungen bedarf. Projekte wie „Katzenhäuser“ sind ein wichtiger Schritt im Kampf ums Überleben. Ebenso notwendig ist eine Überprüfung hinderlicher Gesetze, die die Rettung in der Kälte blockieren.


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