Auf dem Mars vergeht die Zeit schneller: Wissenschaftler haben den genauen Unterschied zur Erde berechnet.

Auf dem Mars vergeht die Zeit schneller: Wissenschaftler haben den genauen Unterschied zur Erde berechnet
Auf dem Mars vergeht die Zeit schneller: Wissenschaftler haben den genauen Unterschied zur Erde berechnet

Nach Angaben von ТСН: Die Zeit auf dem Mars vergeht schneller als auf der Erde - etwa 477 Mikrosekunden pro Tag.

Darüber berichtet die Ressource Space.com.

Neil Ashby und Bijunat Patla vom National Institute of Standards and Technology der USA führten Berechnungen durch, um den Zeitunterschied zwischen Mars und Erde zu bestimmen. Sie berücksichtigten die schwächere Schwerkraft auf dem Mars, die fünfmal geringer ist als auf der Erde, sowie die Geschwindigkeit und Elliptizität der Marsbahn um die Sonne, zusammen mit dem Einfluss der Gravitation der Sonne, Erde und des Mondes.

Die Relativitätstheorie besagt, dass Uhren schneller oder langsamer gehen können, abhängig von ihrem Standort im Schwerefeld und der Bewegungsgeschwindigkeit. Dieses Phänomen ist als Zeitdilatation bekannt.

Besonderheiten der Zeit auf dem Mars

Auf dem Mars ist die Situation etwas anders: Da der Planet weiter von der Sonne entfernt liegt, verlangsamt sich seine Rotation und die Zeit vergeht langsamer. Doch durch die elliptische Bahn bewegt sich der Mars manchmal schneller und manchmal langsamer, wenn er sich der Sonne nähert oder sich von ihr entfernt. Der unterschiedliche Abstand zu den Gravitationsfeldern der Sonne und des Erde-Mond-Systems beeinflusst ebenfalls die Zeitdauer.

Früher wurde bekannt, dass Leben auf dem Mars länger existiert haben könnte, als bisher angenommen. Wissenschaftler sind sich einig, dass es auf dem Mars einmal Wasser und eine dichtere Atmosphäre gab, aber die genauen Grenzen der "Lebensära" des Planeten bleiben weiterhin umstritten.

Die Erforschung solcher Phänomene wie den Zeitunterschied zwischen den Planeten hilft uns, die physikalischen Gesetze besser zu verstehen, die nicht nur auf der Erde, sondern im gesamten Sonnensystem wirken. Dieser Entdeckung könnte neue Möglichkeiten für zukünftige Raumfahrtmissionen und die Erschließung anderer Planeten bieten.


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