Ex-Chef der Grenzschutzbehörde im Visier: Razzia wegen Verdachts auf Schmuggel-Vorteile.
Durchsuchung bei Sergej Dejneko
Nach Angaben von TSN.ua: Bei dem ehemaligen Leiter des ukrainischen Grenzschutzes, Sergej Dejneko, laufen Hausdurchsuchungen. Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) ermitteln gegen ihn wegen des Verdachts auf unrechtmäßige Bereicherung durch Zigarettenschmuggel.
Dejneko stand von 2019 bis zu seiner Entlassung an der Spitze des Grenzschutzes. Präsident Wolodymyr Selenskyj enthob ihn am 4. Januar 2022 seines Amtes. Die aktuellen Durchsuchungen sind Teil der Ermittlungen zu seinen mutmaßlichen Verbindungen in illegale Schmuggelnetzwerke.
Kampf gegen Korruption in der Ukraine
Der Fall zeigt erneut die anhaltenden Anstrengungen der Ukraine im Kampf gegen Korruption, insbesondere bei Reformen in den Strafverfolgungsbehörden. Razzien bei hochrangigen Ex-Beamten unterstreichen den ernsthaften Willen des Staates, korrupte Strukturen zu zerschlagen. Solche Schritte sind für mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht in staatlichen Institutionen unerlässlich, gerade in Zeiten des Krieges.
Lesen Sie auch
- Ukrainische Regierung entlässt Vize-Verteidigungsminister Hawryljuk – Hintergründe
- Wie Kyrylo Budanow das Präsidialamt zu einer Schaltzentrale umbaut – das sind die Neuerungen
- Kreml bestätigt Erhalt von Selenskyjs Botschaft an Putin
- US-Experten bezweifeln Wirkung von Selenskyjs Brief an Putin auf den Kriegsverlauf
- Neue Regeln für E-Scooter: Ukrainisches Parlament plant Geschwindigkeits- und Altersvorgaben
- Die ukrainische Polizei entdeckte 200 Millionen UAH an nicht deklarierten Vermögenswerten von Beamten: Im Inneren der Operation 'Aesculapius'

