Historiker Hrytsak: Solange Putin lebt, wird es keinen Frieden geben – eine Besessenheit treibt Russlands Herrscher an.
Gespräch mit Jaroslaw Hrytsak
Nach Angaben von Novyny.live: Der Historiker und Professor an der Ukrainischen Katholischen Universität, Jaroslaw Hrytsak, hat in einem Interview mit der Journalistin Marharyta Stezjuk klargestellt, dass Wladimir Putin von einer irrationalen Fixierung auf die Ukraine getrieben wird. Solange der russische Machthaber am Leben sei, bestehe keine Aussicht auf Frieden. Hrytsak zufolge sind es vor allem die persönlichen Komplexe des Kremlchefs, die die Lage in der Ukraine bestimmen – er spricht in diesem Zusammenhang von einer regelrechten Obsession.
Putin stehe an der Spitze Russlands, und sein Handeln verhindere nach Einschätzung des Experten jede dauerhafte Stabilität in der Region. Zwar sei ein Waffenstillstand denkbar, doch wirklicher Frieden könne erst nach Putins Abgang von der politischen Bühne eintreten.
„Solange Putin da ist, wird es keinen Frieden geben“, betonte Hrytsak.
Prognosen und die Lage in der Ukraine
Das ukrainische Kabinett rechnet unterdessen damit, dass die heiße Phase des Krieges das gesamte Jahr 2023 andauern wird. Ein Ende des Konflikts wird frühestens für 2027 erwartet. Diese Prognose verdeutlicht, wie ernst die Lage ist und wie lange die bewaffnete Auseinandersetzung noch andauern könnte. Ergänzend sei erwähnt, dass solche Zeiträume auf die enorme Belastung für die ukrainische Gesellschaft und die Streitkräfte hinweisen.
Ein wichtiges Detail: Die Stadt Kostjantyniwka befindet sich nicht unter russischer Kontrolle – ein Zeichen für gewisse Erfolge der ukrainischen Seite im Abwehrkampf. Dennoch, so Hrytsak, sei ohne einen Wechsel an der Spitze Russlands nicht mit einer friedlichen Lösung zu rechnen.
Die Aussagen von Jaroslaw Hrytsak unterstreichen die tiefgreifenden Probleme in der russischen Führung und deren Einfluss auf den Ukraine-Konflikt. Die Zeitprognose des Kabinetts zeigt, dass sich die ukrainische Gesellschaft und das Militär auf einen langen Atem einstellen müssen. Dass Kostjantyniwka in ukrainischer Hand bleibt, spricht für die Widerstandsfähigkeit der Verteidiger – doch solange sich in Moskau nichts ändert, bleibt eine friedliche Zukunft ungewiss.
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