Die Nationalbank hat auf den Unsinn des Ministers Marchenko über die 'Offenlegung von Bankgeheimnissen' reagiert.
19.01.2025
7872
Journalist
Schostal Oleksandr
19.01.2025
7872
Die Nationalbank der Ukraine erklärte die Notwendigkeit der Offenlegung von Bankgeheimnissen für den Staatlichen Steuerdienst. Die Nationalbank wies jedoch die Möglichkeit einer unkontrollierten und unbegrenzten Zugangs zu Bankgeheimnissen zurück. Laut ihren Angaben können Strafverfolgungs- und Steuerbehörden nur auf der Grundlage eines Gerichtsbeschlusses und unter Anführung von Argumenten auf Informationen zugreifen.
'Die Nationalbank widerspricht der Gewährung eines unkontrollierten und unbegrenzten Zugangs zu Bankgeheimnissen für irgendeine Behörde. Auf Beschluss des Gerichts können Strafverfolgungs- und Steuerbehörden Zugang zu Informationen erhalten, die Bankgeheimnisse enthalten, aber dazu müssen sie Argumente zur Begründung, Zweckmäßigkeit und Vorliegen von Gründen vorlegen', heißt es in der Mitteilung der Nationalbank.Vertreter der Nationalbank betonten auch, dass eine unbegründete Ausweitung des Zugangs zu Bankinformationen den grundlegenden Rechten der Bürger widerspricht und mit europäischen Werten im Widerspruch steht. Der Vorsitzende der Nationalbank, Andrij Pyshnyj, erklärte, dass die Bedeutung des Instituts des Bankgeheimnisses nicht weniger wichtig sei als das Prinzip der Unschuldsvermutung, das das Fundament des Vertrauens in der Gesellschaft darstellt.
Lesen Sie auch
- Trotz Blackouts: So hält die ukrainische Notenbank das Finanzsystem am Laufen
- Persönliche Gegenstände von Petljura und Konowalez erstmals in der Ukraine ausgestellt – warum das bedeutend ist
- Monobank im Visier der Zentralbank: Hintergründe zum Kundenkonflikt
- Monobank-Datenskandal: Nationalbank prüft Vorwürfe – Entscheidung erst in sechs Monaten
- 8,1 Milliarden Dollar vom IWF in Gefahr: Warum das Parlament blockiert
- Ukrainische Inflation steigt auf 7,6 Prozent: Sprit und Lebensmittel treiben Preise

