Ukrainischer Sicherheitspolitiker: Kriegsende 2026 unwahrscheinlich – Russland könnte Süden anvisieren.
Einschätzung eines Sicherheitsexperten zur Kriegsentwicklung
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Roman Kostenko, der im Sicherheitsausschuss der Werchowna Rada sitzt, hält ein Einfrieren der Kampfhandlungen im Jahr 2026 für kaum vorstellbar. Seiner Analyse zufolge könnte die russische Armee nach dem Donbas ihre Angriffe auf den Süden der Ukraine konzentrieren. Diese Einschätzung gab der Sicherheitspolitiker auf dem YES Meeting des Fonds von Wiktor Pintschuk bekannt.
Kostenko betonte, dass er derzeit keine militärischen Faktoren erkennen könne, die ein Ende des Krieges begünstigen würden.
„Ich wünschte mir natürlich, dass der Krieg stoppt, aber ich sehe dafür keine militärischen Voraussetzungen“, so der Abgeordnete.Die Hoffnung, dass eine Übergabe des Donbas die Invasion beenden würde, wies er als Trugschluss zurück.
Widersprüchliche Prognosen zum Kriegsverlauf
Zuletzt kursierten verschiedene, teils widersprüchliche Vorhersagen über ein mögliches Kriegsende:
- Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte die Hoffnung, der Konflikt könne am 27. Februar beendet sein.
- Der ehemalige US-Präsident Donald Trump erklärte sein Ziel, den Krieg noch vor dem 4. Juli dieses Jahres zu beenden.
- Der Ökonom Oleksij Kuschtsch beziffert die Wahrscheinlichkeit für ein Kriegsende in diesem Jahr hingegen auf lediglich 40 Prozent.
Die Position von Kostenko spiegelt somit die verbreitete Besorgnis in der ukrainischen Politik wider, die angesichts der militärischen Lage und der unklaren Prognosen wenig Anlass für baldigen Frieden sieht. Die unterschiedlichen Einschätzungen internationaler Akteure verdeutlichen die Komplexität der Lage.
Die Flut neuer Bewertungen und Vorhersagen unterstreicht die große Unsicherheit im politischen und militärischen Kontext dieses Krieges. Entscheidend bleibt die Haltung der ukrainischen Führung, die ohne eine entscheidende Veränderung der Frontlage Friedensverhandlungen für verfrüht hält. Dies bekräftigt auch die Notwendigkeit fortgesetzter internationaler Unterstützung für die Ukraine, um langfristig Stabilität in der Region zu erreichen.
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