Tschernobiler Pilze schützen NASA-Astronauten: revolutionäre Entdeckung.
Nach Angaben von Korrespondent.net: NASA hat sich für die einzigartige Eigenschaft von Pilzen interessiert, die in der Sperrzone des Tschernobyl-Kraftwerks gefunden wurden. Diese Pilze sind nicht nur in der Lage, unter dem Einfluss von Strahlung zu überleben, sondern nutzen diese auch als Energiequelle. Dies könnte eine neue Ära im Schutz von Astronauten vor kosmischer Strahlung während langwieriger Missionen einleiten.
Entdeckung der Pilze in Tschernobyl
Die ersten strahlungsresistenten dunklen Pilze Cladosporium sphaerospermum, die 1997 entdeckt wurden, stammen aus der Forschung der ukrainischen Mykologin Nelly Zhdanova. Diese Pilze kolonisierten die gefährlichsten Zonen im beschädigten Reaktor Nr. 4, wo die Ionisierende Strahlung extrem hoch war.
Forschung und Ergebnisse
Weitere Forschungen zeigten, dass die Pilze nicht nur Strahlung aushalten, sondern sogar eine 'Anziehung' zu ihr aufweisen. Ihr Pigment Melanin spielt eine Schlüsselrolle in diesem Prozess. Zum Beispiel wurde in einem Experiment im Jahr 2007 festgestellt, dass das Myzel unter dem Einfluss von radioaktivem Cäsium 10% schneller wuchs als unter Kontrollbedingungen. Dieses Phänomen wurde als Radiosynthese bezeichnet, da die Pilze Strahlung als Energiequelle nutzen.
Pilze auf der Internationalen Raumstation
Proben des Tschernobiler Pilzes wurden zur ISS geschickt, wo das Niveau der kosmischen Strahlung deutlich höher ist als auf der Erde. Die Forschungsergebnisse beeindruckten die Wissenschaftler: Im Weltraum wuchs der Pilz 21% schneller und verringerte das Strahlungsniveau um sich herum.
Perspektiven für Weltraummissionen
Diese Forschungen eröffnen neue Horizonte für die Schaffung biologischer Strahlenschutzschilde für Weltraummissionen. Kosmische Strahlung ist eines der größten Risiken für Flüge zum Mond und Mars, während traditionelle metallische Schilde teuer und schwer sind, was ihren Einsatz erschwert.
NASA betrachtet auch das Konzept der 'Mikroarchitektur', das den Bau von Strukturen vorsieht, die auf anderen Planeten 'gewachsen' werden können. Pilzkonstruktionen könnten leicht transportierbar, selbstheilend und effektiv im Schutz vor Strahlung sein.
Die Entdeckungen im Zusammenhang mit den Pilzen aus Tschernobyl haben nicht nur das Potenzial für die Weltraumforschung, sondern auch für die Entwicklung neuer Strahlenschutztechnologien auf der Erde. Diese durchdringenden Organismen könnten ein wichtiger Bestandteil bei der Gewährleistung der Sicherheit von Astronauten, die andere Planeten erkunden wollen, sowie in anderen Wissenschafts- und Technikbereichen sein, in denen ein Schutz vor Strahlung erforderlich ist.
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