Selbst alle US-Patriot-Raketen reichen nicht: Der Ukraine droht eine Luftabwehrlücke.
Patriot-Raketenlieferungen reichen nicht aus
Nach Angaben von Novyny.live: Die Lieferungen von Patriot-Raketen aus den USA reichen für die ukrainische Luftverteidigung nicht aus, warnen Experten. Der Grund: Russland produziert seine Raketen deutlich schneller. Monatlich stellt Russland bis zu 113 Raketen her, darunter:
- bis zu 60 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M,
- etwa 40 Raketen für die Systeme S-300 und S-400,
- bis zu 10 Kynschal-Raketen und
- bis zu 3 Zirkon-Raketen.
Zum Vergleich: Der US-Konzern Lockheed Martin fertigte 2025 zwar rund 620 PAC-3-MSE-Raketen. Das entspricht jedoch nur einer durchschnittlichen monatlichen Produktion von etwa 50 Stück.
Ein umfassender Ansatz ist nötig
Selbst die geplante Steigerung der PAC-3-MSE-Produktion auf 700 bis 750 Raketen pro Jahr würde das Problem nicht lösen. Ein Experte betont:
„Patriot-Abwehrraketen sind kein Allheilmittel. Selbst wenn die USA sämtliche produzierten PAC-3-MSE liefern würden, reichte das nicht. Es braucht zusätzliche Systeme.“
Das zeigt: Selbst bei maximalen US-Lieferungen wird der Ukraine ein Mangel an Abwehrraketen drohen.
Deshalb sei ein ganzheitlicher Ansatz für die Luftverteidigung notwendig. Dazu gehöre, die Trägersysteme, Lager und Produktionsstätten für Raketen in Russland anzugreifen. Zudem verhandelt die Ukraine mit den USA über Lizenzen zur eigenen Herstellung von Patriot-Systemen – ein Schritt, der die Verteidigungsfähigkeit deutlich stärken könnte.
Der Fall verdeutlicht, wie wichtig strategische Verteidigungsplanung für die Ukraine ist. Der Bedarf an zusätzlichen Luftabwehrsystemen wächst stetig. Angesichts der aktuellen Herausforderungen sollte Kiew nicht nur auf Lieferungen aus dem Ausland setzen, sondern auch eigene Produktionskapazitäten aufbauen, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.
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