134 Millionen versteckt: Odessaer Gemeinderat gerät unter Korruptionsverdacht.

134 Millionen versteckt: Odessaer Gemeinderat gerät unter Korruptionsverdacht
134 Millionen versteckt: Odessaer Gemeinderat gerät unter Korruptionsverdacht

Fall um Gemeinderat Maksym Schejko

Nach Angaben von Novyny.live: Ein Gemeinderat aus der Region Odessa steht im Zentrum eines neuen Korruptionsverdachts. Bei der Überprüfung seiner Vermögenserklärung für das Jahr 2024 durch die Nationale Agentur für Korruptionsprävention (NASK) wurden erhebliche Unstimmigkeiten aufgedeckt. Die Behörde stellte fest, dass die angegebenen Werte nicht mit den tatsächlichen finanziellen Verhältnissen des Politikers übereinstimmen.

Laut den Prüfungsergebnissen belaufen sich die nicht deklarierten Vermögenswerte auf rund 134 Millionen Griwna. Zu den entdeckten Falschangaben gehören:

  • ein nicht angegebenes Wohnhaus mit einer Fläche von über 315 Quadratmetern im Dorf Molodischne;
  • ein Grundstück von etwa 1000 Quadratmetern;
  • die Fahrzeuge Mercedes-Benz ML 350, Mercedes-Benz Vito sowie ein Anhänger.

In seiner Erklärung hatte Schejko zwar über 3,3 Millionen US-Dollar Bargeld angegeben, doch die Prüfung ergab eine enorme Differenz zwischen dem Familieneinkommen und den vorhandenen Mitteln – mehr als 117 Millionen Griwna. Die gesammelten Unterlagen wurden bereits an die ukrainische Nationalpolizei zur weiteren Untersuchung übergeben.

Weitere Abgeordnete im Fokus

Neben diesem Fall rückten auch andere Erklärungen von Stadträten aus Odessa in den Blickpunkt. So deklarierte der Abgeordnete Roman Senyk für das Jahr 2025 Immobilien, Autos und Kryptowährungen. Seine Angaben umfassen ein Grundstück, zwei Wohnungen in Odessa sowie eine größere Wohnung, die er kostenlos nutzt.

Ein weiterer Stadtrat, Vitalij Barwinenko, listete in seiner Erklärung für 2025 mehrere Wohnungen, Grundstücke, teure Fahrzeuge und beträchtliche Bargeldreserven auf. Auch der Sekretär des Stadtrats, Ihor Kowal, reichte eine Erklärung für 2025 ein, die einen Anstieg der Finanzaktiva bei ihm und seiner Lebenspartnerin ausweist.

Der Fall Maksym Schejko unterstreicht einmal mehr, wie wichtig Transparenz bei den Finanzen öffentlicher Amtsträger in der Ukraine ist.

Die Situation verdeutlicht den dringenden Bedarf an wirksamen Kontrollmechanismen für Vermögenserklärungen. Solche Überprüfungen können helfen, korrupte Machenschaften aufzudecken und das Vertrauen der Gesellschaft in staatliche Institutionen zu stärken. Die laufenden Ermittlungen der Nationalpolizei könnten ein bedeutender Schritt im Kampf gegen Korruption auf lokaler Ebene sein – ein Thema, das in der ukrainischen Gesellschaft hohe Priorität hat.


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