Deutschland setzt ein Zeichen: Erstmals in Europa wird ein Schattenflotten-Tanker gestoppt.

Deutschland setzt ein Zeichen: Erstmals in Europa wird ein Schattenflotten-Tanker gestoppt
Deutschland setzt ein Zeichen: Erstmals in Europa wird ein Schattenflotten-Tanker gestoppt

Die Festsetzung des Tankers Arcusat

Nach Angaben von TSN.ua: Deutsche Behörden haben erstmals in Europa ein Schiff der sogenannten Schattenflotte an der Durchfahrt gehindert. Der Aframax-Tanker Arcusat, der nach bisherigen Erkenntnissen im vergangenen Jahr auf der chinesischen Werft Linhai Huajie gebaut wurde, musste in Richtung der russischen Arktis abdrehen. Diese Maßnahme markiert einen wichtigen Schritt im internationalen Kampf gegen illegale Öltransporte. Die Schattenflotte dient oft dazu, Sanktionen zu umgehen, etwa für russisches Öl.

Die Datenbank Equasis führt das Schiff Arcusat unter der Markierung 'nie existiert'. Dies wirft erhebliche Zweifel an der Echtheit der Schiffsdaten auf, da auch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) kein registriertes Schiff unter diesem Namen und der zugehörigen Nummer findet. Als Eigentümer wird die auf den Seychellen registrierte Firma Sempre Shipping Ltd. geführt – eine Konstruktion, die typischerweise darauf abzielt, die wahren Hintermänner zu verschleiern.

Internationale Zusammenarbeit gegen die Schattenflotte

Die USA hatten bereits im Dezember 2022 eine Blockadekampagne gegen sanktionspflichtige Tanker gestartet und dabei unter anderem den mit Venezuela in Verbindung stehenden Motortanker Veronica aufgebracht. Deutschlands Vorgehen gegen die Arcusat ist nun der erste dokumentierte Fall dieser Art in Europa und könnte den Beginn einer neuen, eng abgestimmten Phase im transatlantischen Vorgehen gegen die Schattenflotte einläuten.

Das Vorgehen unterstreicht die zunehmend entschlossene globale Bekämpfung illegaler Öltransporte, an der sich nun auch europäische Staaten aktiv beteiligen. Die Blockade der Arcusat könnte als Präzedenzfall für andere europäische Länder dienen und zu weiteren entschlossenen Schritten gegen solche Umgehungsschemata führen. Damit gewinnt die internationale Kooperation zur Durchsetzung von Sanktionen und zur Sicherheit des Seeverkehrs weiter an Bedeutung.


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