Russlands neuer Kriegsrhythmus: Kombinierte Angriffswellen im Sieben- bis Zehntagetakt.
Moskaus veränderte Angriffsstrategie
Nach Angaben von TSN.ua: Die russischen Streitkräfte gehen zu einer neuen Angriffstaktik über. Sie führen nun in einem regelmäßigen Rhythmus von 7 bis 10 Tagen kombinierte Schläge gegen die Ukraine aus. Diese als 'rhythmisch' bezeichnete Strategie mit klar definierten Zeitabständen ermöglicht es dem Angreifer, seine Operationen effektiver zu planen. Allein die Vorbereitung eines Einsatzes der strategischen Luftwaffe kann bis zu drei Tage in Anspruch nehmen – ein Indiz für die systematische und ernsthafte Natur dieser neuen Vorgehensweise.
Die Zusammensetzung der Angriffswellen
Die Starts von Marschflugkörpern erfolgen typischerweise in den frühen Morgenstunden: eine erste Welle zu Beginn der Nacht, eine zweite gegen Tagesanbruch. Als neue, beunruhigende Komponente wurde erstmals der Einsatz ballistischer Waffen auf Winnyzja vom besetzten Territorium der Krim aus verzeichnet. Im Rahmen dieser Angriffe wurden abgefeuert:
- eine seegestützte Hyperschallrakete vom Typ 'Zirkon'
- 18 ballistische Raketen des Typs Iskander-M
- Boden-Luft-Raketen des Typs S-300
- 15 Marschflugkörper Ch-101
- 339 Angriffsdrohnen (UAV)
Die früher als unrealistisch geltende Zahl von 1000 feindlichen Drohnen pro Tag erscheint angesichts dieser Entwicklung nicht mehr abwegig. Wie Wadym Kuschniow anmerkte, könnte diese Zahl durchaus der Logik und Planung der russischen Verteidigungsaufträge bis zum Jahr 2026 entsprechen. Diese taktische und waffentechnische Entwicklung zeigt eine deutliche Anpassung der russischen Militärstrategie im Ukraine-Konflikt. Die regelmäßigen, massiven Angriffswellen zielen darauf ab, die ukrainische Luftabwehr zu erschöpfen und Lücken für Durchbrüche zu schaffen.
Die neue russische Taktik deutet auf einen Versuch hin, sich an die Gegebenheiten des Krieges anzupassen und die Effektivität der Angriffe zu steigern. Die klare, wiederkehrende Struktur der Attacken könnte die ukrainischen Streitkräfte zwingen, ihre Verteidigungsstrategie anzupassen. Sollte der Einsatz von Drohnenschwärmen weiter zunehmen, könnte dies die Kräfteverhältnisse in der Region erheblich verändern und von der Ukraine völlig neue Abwehrkonzepte erfordern.
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