Ukraine plant härteres Vorgehen gegen Dienstflucht – mit Weg zurück in die Armee.

Ukraine plant härteres Vorgehen gegen Dienstflucht – mit Weg zurück in die Armee
Ukraine plant härteres Vorgehen gegen Dienstflucht – mit Weg zurück in die Armee

Neue Gesetzesinitiative zum Wehrdienst

Nach Angaben von Novyny.live: Ein neuer Gesetzentwurf zum Wehrdienst auf Vertragsbasis (SZhCh) liegt dem ukrainischen Parlament vor. Er sieht Änderungen im Strafgesetzbuch vor und soll Anreize für die Rückkehr von ehemaligen Vertragssoldaten in die Armee schaffen. Der Abgeordnete der Partei 'Diener des Volkes', Yehor Cherniev, treibt die Initiative voran, die darauf abzielt, frühere Soldaten wieder für den Dienst zu gewinnen.

Am 14. Januar dieses Jahres verlängerte die Werchowna Rada der Ukraine zum 18. Mal den Mobilisierungszeitraum – nun bis zum 4. Mai 2026. Derzeit befinden sich 70 % der ukrainischen Armee in rückwärtigen Positionen. Der neue Gesetzentwurf plant, für eine dritte Dienstflucht (SZhCh) während des Krieges strafrechtliche Konsequenzen einzuführen. Yehor Cherniev betonte, es sei wichtig, eine Balance zwischen der Rückgewinnung von Personal und der Vermeidung neuer Fälle von Dienstflucht zu finden.

„Wir müssen ein Maximum an Balance finden: Einerseits, um die Leute zurückzuholen, andererseits, damit es nicht neue Dienstflucht anregt. Deshalb wird es eine Art Probezeit geben. Bei Rückkehr in den Dienst innerhalb von drei Monaten und gewissenhafter Erfüllung der Pflichten in der Einheit wird die strafrechtliche Verantwortung für die Dienstflucht aufgehoben,“ so Yehor Cherniev.

Cherniev unterstrich zudem, dass es trotz der 70 % der Truppe in rückwärtigen Gebieten wichtig sei, Problemstellen in der Armee zu identifizieren und zu lösen. „Im Falle einer dritten Dienstflucht während des Krieges wird es jedoch strafrechtliche Verantwortung geben,“ fügte er hinzu. Das Gesetz zielt nicht nur auf die Rückführung ab, sondern soll auch die Moral der Truppe stärken. Die Debatte spiegelt die schwierige Personalpolitik in einer langandauernden Verteidigungssituation wider.

Aktuelle Herausforderungen für die ukrainische Armee

Die vorgeschlagenen gesetzlichen Änderungen spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider, vor denen die ukrainische Armee im anhaltenden Krieg steht. Die Einführung strafrechtlicher Verantwortung für wiederholte Dienstflucht könnte ein wichtiges Instrument im Kampf gegen mangelnde Präsenz und die Nichteinhaltung von Mobilisierungsanforderungen werden.

Gleichzeitig legt der Entwurf Wert darauf, günstige Bedingungen für die Rückkehr früherer Soldaten zu schaffen. Dies könnte sich positiv auf die allgemeine Moral und die Einsatzbereitschaft der Truppen unter den schwierigen Bedingungen des Krieges auswirken.


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