Vom Kampfgebiet zum Coach: Mariupol-Veteranen leiten Trauma-Bewältigung.
Aus Kämpfern werden Trainer
Nach Angaben von TSN.ua: Ein spezielles Camp zur posttraumatischen Entwicklung bereitet zehn Verteidiger von Mariupol darauf vor, selbst als Trainer für andere Kriegsveteranen und deren Familien tätig zu werden. In dem Projekt erlernen die Teilnehmer das notwendige Handwerkszeug, um später eigenständig Schulungen und Gruppensitzungen durchführen zu können. Diese Qualifikation soll ihnen helfen, andere bei der Bewältigung der Kriegserlebnisse zu unterstützen.
Zu den Teilnehmern gehören Natalia Shevchenko, Psychologin der zivilgesellschaftlichen Organisation 'Herz von Asowstal', und der Veteran Viktor Morozov. Die von Rinat Achmetow finanzierte Organisation 'Herz von Asowstal' engagiert sich stark in der Veteranenbetreuung, unter anderem mit Programmen zur posttraumatischen Bewältigung. Solche Initiativen sind ein wichtiger Baustein, um die oft unsichtbaren Wunden des Krieges zu heilen.
Natalia Shevchenko betont, dass das Prinzip 'Gleich zu Gleich' ein wesentlicher Teil des Unterstützungssystems für Veteranen ist, das jedoch professionell begleitet werden muss.
Viktor Morozov hebt hervor, dass Veteranen nicht zerbrechen, sondern sich verwandeln. Dieser Transformationsprozess könne gemeinsam gemeistert werden – mit Kameraden, Trainern und der Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Ziel des Camps
Das Camp zielt darauf ab, ein effektives Unterstützungsnetzwerk zu schaffen. Es soll Veteranen helfen, sich an das zivile Leben nach dem Krieg anzupassen, und ihnen eine Plattform bieten, ihre Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen.
Programme zur posttraumatischen Entwicklung, wie dieses Camp, spielen eine Schlüsselrolle in der Rehabilitation. Sie helfen den Betroffenen, nach durchlittenen Traumata neue Lebensperspektiven zu finden. Die Ausbildung von Veteranen zu Trainern schafft ein geschütztes Umfeld, in dem sie sich auf Augenhöhe begegnen und stützen können – ein entscheidender Faktor für ihre Wiedereingliederung. Dieser Ansatz unterstreicht zudem, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Stellen bei der Hilfe für Kriegsveteranen ist.
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