112 Millionen Dollar in bar: Die "Operation Midas" deckt Korruption in der ukrainischen Energiewirtschaft auf.

112 Millionen Dollar in bar: Die
112 Millionen Dollar in bar: Die "Operation Midas" deckt Korruption in der ukrainischen Energiewirtschaft auf

Die "Operation Midas"

Nach Angaben von Novyny.live: Die "Operation Midas" hat umfangreiche Korruptionsstrukturen im ukrainischen Energiesektor aufgedeckt. Dabei sollen die Beteiligten mehr als 112 Millionen US-Dollar in bar erhalten haben. Zu den Beschuldigten zählen ehemalige Minister, darunter der Ex-Energieminister Herman Halushchenko, sowie Unternehmer und Berater, die laut Ermittlungen in Missbrauchsfälle verwickelt gewesen sein sollen.

Die Ermittlungen wurden bereits 2022 eingeleitet und zielen darauf ab, korrupte Handlungen im staatlichen Energiebereich aufzudecken und zu dokumentieren. Zwischen 2021 und 2025 flossen über 112 Millionen US-Dollar, die in einer "Schwarzen Kasse" verbucht wurden. Halushchenko, der im Juli 2025 zum Justizminister ernannt wurde, soll unter dem Codenamen "Sigismund" aufgetreten sein. Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) erklärt dazu:

"Die Gelder, die aus dem Energiesektor kamen und von 'Roket' in bar an das Büro der kriminellen Organisation übergeben wurden, wurden in der Schwarzen Buchhaltung unter dem Codenamen 'Komplex' erfasst."

Die Beschuldigten im Fall

Weitere Personen in dem Verfahren sind:

  • Der ehemalige Berater des Energieministers, Ihor Myroniuk
  • Der geschäftsführende Direktor der Aktiengesellschaft 'NAEK Energoatom', Dmytro Basow
  • Der Unternehmer Timur Mindich, der sich derzeit in Israel aufhält

Das NABU betont, dass "die Schlüsselrolle von 'Sigismund' in den Aktivitäten des Energieministeriums, von Energoatom, der nationalen Regulierungsbehörde, des Vereinigten Gas-Transportsystems der Ukraine und anderer Unternehmen des staatlichen Energiesektors faktisch unvermindert blieb". Diese Aussage unterstreicht den anhaltenden Einfluss der beschuldigten Personen.

Ein wichtiger Aspekt der Ermittlungen ist die Nutzung von Kryptowährungen zur Geldwäsche. Die Gelder wurden auf Konten einer Stiftung in der Schweiz eingezahlt oder in bar an die Ex-Frau von Halushchenko ausgezahlt. Aufgrund dieser Umstände hat das Hohe Antikorruptionsgericht (HAK) für Halushchenko als Sicherungsmaßnahme Untersuchungshaft mit der Möglichkeit einer Kaution angeordnet.

Die "Operation Midas" zeigt die wachsende Entschlossenheit ukrainischer Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen Korruption, insbesondere im strategisch wichtigen Energiesektor. Die aufgedeckten Machenschaften weisen auf systematischen Missbrauch in höchsten Machtkreisen hin, der schwerwiegende Folgen für die politische und wirtschaftliche Stabilität des Landes haben kann. Diese Vorgänge unterstreichen zudem, wie entscheidend Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Staatsführung sind – eine Voraussetzung für die internationale Unterstützung der Ukraine in der aktuellen Lage.


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