Ungarn-Umfrage: Oppositionspartei „Tisza“ liegt 16 Punkte vor Orbáns Fidesz.

Ungarn-Umfrage: Oppositionspartei „Tisza“ liegt 16 Punkte vor Orbáns Fidesz
Ungarn-Umfrage: Oppositionspartei „Tisza“ liegt 16 Punkte vor Orbáns Fidesz

Oppositionspartei „Tisza“ legt deutlich zu

Nach Angaben von TSN.ua: In Ungarn zeichnet sich eine mögliche Machtverschiebung ab: Die Oppositionspartei „Tisza“ hat einer aktuellen Erhebung zufolge einen beträchtlichen Vorsprung vor der regierenden Fidesz-Partei von Viktor Orbán. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte ein Zweiparteien-Parlament entstehen. Laut einer Umfrage des Instituts Median aus der zweiten Märzhälfte liegt „Tisza“ in der Gesamtbevölkerung 16 Prozentpunkte vor Fidesz. Bei den bereits entschlossenen Wählern beträgt der Abstand sogar 20 Prozentpunkte, unter den als „sicher“ geltenden Wählern steigt er auf 23 Prozentpunkte.

Die Wahl ist für den 12. April angesetzt. 47 Prozent der Befragten rechnen mit einem Sieg des Oppositionsführers Péter Magyar, während 35 Prozent einen Erfolg von Fidesz erwarten. Magyars Eignung als Ministerpräsident wird von 54 Prozent der Befragten befürwortet, die Unterstützung für Viktor Orbán liegt bei 45 Prozent. Zudem planen 89 Prozent der Befragten, an der Wahl teilzunehmen.

Politische Folgen und wirtschaftlicher Druck

Die Unterstützung für andere politische Kräfte wie die Partei DK, die „Zweischwänzige Hund“-Partei und Mi Hazánk liegt jeweils bei nur 1 bis 2 Prozent. Derweil wirft „Tisza“-Chef Péter Magyar Orbán vor, eine Spezialoperation zur Zerstörung der IT-Systeme seiner politischen Bewegung organisiert zu haben. Parallel dazu hat die Europäische Union die Genehmigung eines Kreditplans für Ungarn in Höhe von über 16 Milliarden Euro aufgeschoben – ein Schritt, der die politische Lage zusätzlich beeinflussen könnte.

Der Aufschwung der „Tisza“-Partei deutet auf mögliche Veränderungen in der ungarischen Politlandschaft hin, bei denen die Opposition eine Chance auf eine Regierungsbildung erhalten könnte. Die Verzögerung des EU-Kreditplans könnte zudem wirtschaftlichen Druck auf die regierende Fidesz-Partei ausüben und die Position der Opposition vor der Wahl weiter stärken. Angesichts einer hohen erwarteten Wahlbeteiligung und der eher verhaltenen Bewertung des amtierenden Ministerpräsidenten könnten die Entwicklungen in Ungarn ernste Konsequenzen für die Zukunft des Landes haben.


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