Nach Zelenskyj-Äußerungen in Davos: Orban bestellt ukrainischen Botschafter ein.
Neuerlicher diplomatischer Eklat zwischen Kiew und Budapest
Nach Angaben von TSN.ua: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat angekündigt, den ukrainischen Botschafter in Budapest einbestellen zu lassen. Grund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyj, die nach Orbans Ansicht in die ungarische Innenpolitik eingreifen könnten. Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf Zelenskyjs Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Orban hat Außenminister Péter Szijjártó mit dem Treffen mit dem ukrainischen Diplomaten beauftragt. Der Regierungschef betonte, Ungarn werde es keinem Staat erlauben, die Souveränität des Landes oder die Integrität seines Wahlprozesses in Frage zu stellen. Die Spannungen sind ein weiterer Tiefpunkt in den ohnehin belasteten Beziehungen.
'Jeder Viktor, der versucht, europäische Interessen zu verhandeln, verdient eine Kopfnuss.' - Wolodymyr Zelenskyj
Dieser diplomatische Affront unterstreicht die zunehmende Verhärtung der Fronten zwischen der Ukraine und Ungarn. Die Differenzen gehen weit über diesen konkreten Vorfall hinaus und belasten auch die europäische Einigkeit.
Historisch belastetes Verhältnis
Das Verhältnis zwischen der Ukraine und Ungarn ist seit Jahren angespannt, vor allem aufgrund von Streitigkeiten über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Westukraine. Die jüngsten Äußerungen Zelenskyjs, die Orbans Reaktion auslösten, zeigen, wie schnell sich politische Positionierungen in handfeste diplomatische Krisen verwandeln können. Ein konstruktiver Dialog erscheint derzeit in weiter Ferne.
Der Vorfall könnte die künftige Zusammenarbeit zwischen Kiew und Budapest auf europäischer Ebene sowie in Sicherheitsfragen erheblich beeinträchtigen. Ungarn blockiert bereits seit längerem EU-Entscheidungen, die die Ukraine unterstützen.
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