Ein Paar lebt mit 83 historischen Gräbern: Umbau einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Ein Paar lebt mit 83 historischen Gräbern: Umbau einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert
Ein Paar lebt mit 83 historischen Gräbern: Umbau einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert

Ein walisisches Paar und ihr ungewöhnliches Zuhause

Nach Angaben von TSN.ua: Für ihr Wohnprojekt kauften Lucy Thomas und ihr Mann Rhys aus Wales die St. Peter's Church, ein architektonisches Denkmal aus dem Jahr 1142. Während der vierjährigen Renovierung in dem Dorf Peterstone Wentloog stießen sie auf eine unerwartete Entdeckung: die Überreste von 83 Menschen. Das Paar entschied sich, die Gebeine an Ort und Stelle zu belassen und die Arbeiten fortzusetzen.

Die historische Kirche erwarben Lucy (53) und Rhys (45) für 405.000 Pfund Sterling, was umgerechnet über 21 Millionen ukrainischen Hrywnja entspricht. Aus dem Gotteshaus entstand ein modernes Anwesen mit folgenden Ausstattungsmerkmalen:

  • 6 Schlafzimmer
  • 6 Badezimmer
  • Whirlpool
  • Hausbar
  • Billiardbereich

Der Glockenturm mit seinen acht Glocken blieb bei der Umgestaltung erhalten.

„Wir fanden einen Körper nach dem anderen. Es waren Männer und Ehefrauen, Eltern mit Kindern. Am Anfang war das befremdlich, aber mit der Zeit gewöhnten wir uns an den Prozess.“

— Lucy Thomas

Die Situation löste bei dem Ehepaar gemischte Gefühle aus, doch sie setzten ihr Vorhaben um, den historischen Sakralbau in einen komfortablen Wohnraum zu verwandeln.

Der schmale Grat zwischen Geschichte und Gegenwart

Dieser Fall zeigt die komplexen Herausforderungen beim Umgang mit denkmalgeschützten Immobilien. Der Fund menschlicher Überreste unterstreicht die Bedeutung archäologischer Untersuchungen und den respektvollen Umgang mit dem kulturellen Erbe. Die Entscheidung des Paares, die Gebeine nicht zu versetzen, spiegelt ein Bewusstsein für den historischen Kontext wider. Solche Umbauten werfen grundsätzlich die Frage auf, wie sich historische Substanz mit den Ansprüchen modernen Wohnens in Einklang bringen lässt – ein Balanceakt zwischen Bewahrung und Nutzung.


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