Geheime Drohnenfrequenzen der Russen aufgedeckt: Wie die Ukraine jetzt von den Daten der „Atesch“-Partisanen profitiert.
„Atesch“-Partisanen erbeuten vertrauliche Unterlagen des Rüstungskonzerns AO „ENIKS“
Nach Angaben von UATV: Dem ukrainischen Partisanennetzwerk „Atesch“ sind interne Dokumente des kasanischen Verteidigungsunternehmens AO „ENIKS“ in die Hände gefallen. Diese enthalten geheime Angaben zu Drohnen – darunter die genauen Funkfrequenzen der Fluggeräte sowie deren Schwachstellen gegenüber elektronischer Kampfführung. Das Unternehmen ist seit 2003 ein zentraler Player in der russischen Rüstungsindustrie und produziert unter anderem folgende unbemannte Systeme:
- „Eleron-3“
- „Eleron-10“
- Komplexe „T-16“
- Systeme „T-10“
- „Okolotok“
- „Gamajun“
- Zieldarstellungsdrohnen „E95M“
Die erbeuteten Papiere enthalten exakte Arbeitsfrequenzen, bei deren Störung die Drohnen die Verbindung zur Steuerung verlieren. Das ist ein bedeutender Fund, denn „Atesch“ betont: „Die Bedeutung dieses Werks und seiner Geräte für die russische Armee ist enorm – sie dienen den Besatzern an der Front als wichtigste ‚Augen‘.“
Die gewonnenen Daten wurden bereits an die ukrainischen Verteidigungskräfte weitergeleitet. Dadurch können feindliche Drohnen künftig gezielt abgefangen und zur Landung gezwungen werden. Die Partisanen erklären, dass diese geheimen Spezifikationen die Fähigkeiten der ukrainischen Truppen im Kampf gegen feindliche Drohnen erheblich steigern werden. Konkret erhoffen sich die Streitkräfte eine effizientere Bekämpfung der Aufklärungs- und Angriffsdrohnen entlang der Frontlinie.
Sabotageakte als Vorbereitung für ukrainische Angriffe
Darüber hinaus führten Agenten von „Atesch“ vor dem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf das Öldepot „Gruschewaja Balka“ in der Nacht zum 23. Mai eine Reihe von Sabotageaktionen gegen Kommunikations- und Energieanlagen in der Region Noworossijsk (Russland) durch. Dies zeigt, wie aktiv das Netzwerk gegen die russischen Besatzer und deren Infrastruktur vorgeht.
Der Zugriff auf die vertraulichen Unterlagen von AO „ENIKS“ ist ein entscheidender Moment im aktuellen Kriegsgeschehen. Denn das Wissen um die Schwachstellen feindlicher Drohnen kann das Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld spürbar verschieben. Die Weitergabe dieser Informationen an die ukrainischen Streitkräfte erlaubt es, die Gefechtstaktik zu verbessern und die Bedrohung durch russische unbemannte Systeme zu verringern. Die Arbeit von „Atesch“ demonstriert eindrucksvoll, wie wichtig nachrichtendienstliche Erkenntnisse und gezielte Sabotage für den Kampf um die Unabhängigkeit der Ukraine sind.
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