Ein türkischer Hirte fand zufällig einen römischen Sargstein: wie Archäologen ihn retteten.
Nach Angaben von ТСН: In der Türkei stieß ein Hirte zufällig auf ein antikes römisches Grabmal. Archäologen beschlossen, es vorübergehend umzubetten, um den Sargstein vor möglichem Diebstahl zu schützen.
Der Fund wurde auf einem abgelegenen Berg in der Nähe der Stadt Kayacik gemacht. Archäologen des Fethiye-Museums verbrachten fast sieben Stunden mit dem vorsichtigen Transport des Grabsteins, um den zerbrechlichen Stein nicht zu beschädigen.
Untersuchung und Beschreibung des Fundes
Experten betonen, dass der Stein auf das 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus datiert wird, und zu dieser Zeit waren Grabsteine in Form von Altären in der römischen Anatolien beliebt. Der Archäologe Ahmet Meke, der an den Ausgrabungen beteiligt war, bemerkte:
„Dieses Exemplar zeichnet sich durch feine Reliefschnitzereien und klare Inschriften aus, die ihm einen außergewöhnlichen epigraphischen Wert verleihen.“
Auf der Vorderseite des Steins sind ein Mann und eine Frau abgebildet, vermutlich in Form eines Familienporträts zum Gedenken an die verstorbene Person. Ihre Kleidung und Frisuren geben einzigartige Einblicke in das Alltagsleben der römischen Zeit in der Region. Die Inschrift unter den Figuren enthält zusätzliche Informationen über die beerdigte Person.
Auf einer der Seitenflächen sieht man einen geschnitzten Kranz, der darauf hinweist, dass die beerdigte Person einen angesehenen Platz in der örtlichen Gemeinschaft einnahm.
Derzeit arbeiten Fachleute an der Reinigung und Konservierung des Fundes, bevor er offiziell in die Sammlung des Museums aufgenommen wird.
Dieser Fund unterstreicht den Reichtum des kulturellen Erbes der Türkei, das immer noch viele Geheimnisse antiker Zivilisationen birgt. Eine rechtzeitige Konservierung und Forschung an solchen Objekten wird dazu beitragen, die Geschichte für zukünftige Generationen zu bewahren und ein tieferes Verständnis für das Leben zu diesen Zeiten zu ermöglichen.
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