Ukraine startet Rentenreform: Mindestzahlung steigt auf 6.000 Hrywnja.
Neue Impulse für die Rentenreform
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung treibt die Reform des Rentensystems mit einem konkreten Schritt voran: Die Mindestrente soll auf 6.000 Hrywnja angehoben werden. Diese Erhöhung ist als erster Teil einer umfassenden Reform geplant, die im Zuge der nächsten Indexierung im März umgesetzt werden könnte. Aktuell erhält laut Angaben des Rentenfonds jeder fünfte Rentner nur etwa 4.500 Hrywnja monatlich – ein Zustand, der dringenden Handlungsbedarf signalisiert.
Die Situation ist prekär: Mehr als ein Drittel aller Rentner muss mit ungefähr 3.250 Hrywnja auskommen, was große Sorgen über deren Lebensstandard aufwirft. Lediglich rund 15 Prozent der Rentner beziehen Zahlungen von über 10.000 Hrywnja. In dieser Gruppe liegt die Durchschnittsrente bei etwa 16.000 Hrywnja. Die höchsten durchschnittlichen Renten werden in Kiew mit circa 9.000 Hrywnja gezahlt, während in der Oblast Ternopil mit rund 5.000 Hrywnja die niedrigsten Beträge registriert werden.
Regionale Unterschiede und geplante Wirkung
Im Landesdurchschnitt sind die Renten bereits um 13 Prozent gestiegen. Besonders stark fiel die Steigerung in der Oblast Riwne mit 24 Prozent und in der Oblast Wolyn mit 20 Prozent aus. Der Abgeordnete Danylo Hetmanzew betont die erhoffte Wirkung:
„Diese Erhöhung wird die Situation im Kampf gegen die Armut in der Ukraine deutlich verbessern.“ - Danylo Hetmanzew
Das erklärte Ziel der eingeleiteten Reform ist die Verbesserung der sozialen Absicherung und die Steigerung des Wohlstands der Rentner.
Die geplanten Änderungen sind vor dem Hintergrund des anhaltenden Kampfes gegen Altersarmut von großer Bedeutung, da ein beträchtlicher Teil der Rentner derzeit am Existenzminimum lebt. Die Anhebung der Mindestrente auf 6.000 Hrywnja kann ein wesentlicher Schritt zu einem besseren Sozialschutz sein. Für eine nachhaltige Wirkung sind jedoch weitere Reformschritte und eine solide Finanzierung des Systems unerlässlich. Die weitere Entwicklung und die Umsetzung der Regierungszusagen zur Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen bleiben abzuwarten.
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