Ukraine plant Rentenreform: Höhere Auszahlungen ab 2026.
Neue Rentenformel soll Gerechtigkeit für Senioren bringen
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine wird derzeit eine tiefgreifende Reform des Rentensystems diskutiert. Ziel ist es, die Berechnungsformel für die Altersbezüge zu ändern und die Mindestauszahlungen deutlich anzuheben. Experten kritisieren, dass diese Reform bereits seit zwei Jahrzehnten überfällig ist – eine Hauptursache für die aktuell niedrigen Renten vieler Bürger. Die Regierung räumt selbst ein, dass der Staat bei den Zahlungen manipuliert hat, sodass Pensionäre oft weniger erhalten, als ihnen eigentlich zusteht.
Nach aktuellen Berechnungen verlieren Ukrainer bereits vor der eigentlichen Rentenfestsetzung etwa 19 Prozent ihrer Ansprüche; bei der späteren Indexierung können es bis zu 50 Prozent sein. Ein konkretes Beispiel verdeutlicht das Problem: Eine Person mit 35 Jahren Beitragszeit würde im Jahr 2026 nur 3.100 Hrywnja erhalten, obwohl ihr eigentlich 6.900 Hrywnja zustünden. Gleichzeitig plant die Regierung, die Mindestrente ab März 2026 von 3.100 auf 6.000 Hrywnja anzuheben. Der aktuelle Durchschnittsrentenbetrag liegt bei 6.544 Hrywnja, was einem Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Danilo Hetmanzew, ein Regierungsvertreter, brachte es auf den Punkt: 'Bei 35 Jahren Berufserfahrung und einem Renteneintritt 2026 bekäme man nur 3.100 Hrywnja. Eigentlich müssten es aber 6.900 Hrywnja sein.'
Die vorgeschlagenen Änderungen könnten die finanzielle Situation vieler Ukrainer, insbesondere derjenigen kurz vor dem Ruhestand, erheblich verbessern. Die Anhebung der Mindestrente und eine gerechtere Berechnungsformel sind wichtige Schritte hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Die Umsetzung erfordert jedoch eine sorgfältige und transparente Begleitung, um weitere Manipulationen zu verhindern und einen angemessenen Lebensstandard für die ältere Generation sicherzustellen. Die Reform zielt darauf ab, das Vertrauen in das System wiederherzustellen.
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