Digitale Fliegenhirn-Simulation: Wie ein virtuelles Insekt seinen Körper steuert.

Digitale Fliegenhirn-Simulation: Wie ein virtuelles Insekt seinen Körper steuert
Digitale Fliegenhirn-Simulation: Wie ein virtuelles Insekt seinen Körper steuert

Ein digitaler Zwilling des Fruchtfliegen-Gehirns

Nach Angaben von Novyny.live: Forscher haben erstmals ein vollständiges digitales Modell des Gehirns einer Fruchtfliege entwickelt. Dieses virtuelle Gehirn, geschaffen von Eon Systems PBC, ist in der Lage, einen simulierten Körper in einer physikalischen Umgebung zu kontrollieren. Die Grundlage bildet das neuronale Netzwerk einer ausgewachsenen Drosophila.

Die Rechenmodelle umfassen mehr als 125.000 Neuronen und 50 Millionen synaptische Verbindungen – ein Beleg für die enorme Komplexität und Detailtiefe des Systems. Wissenschaftler erhoffen sich davon grundlegende Erkenntnisse über die neuronalen Mechanismen, die dem Verhalten von Lebewesen zugrunde liegen. Solche Simulationen gelten als Schlüsseltechnologie für die Neurowissenschaften.

Der nächste große Schritt: Eine Maus im Computer

Als nächstes ambitioniertes Ziel ist die vollständige digitale Emulation eines Mäusegehirns geplant. Dieses Projekt verspricht nicht nur Fortschritte für die Neurobiologie, sondern könnte auch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und neuartigen Computersystemen vorantreiben.

Die digitale Nachbildung des Fliegenhirns hat das Potenzial, unser Verständnis von Biologie und Verhaltenssteuerung grundlegend zu erweitern. Sie eröffnet neue Wege für die neurologische Forschung, die langfristig zu innovativen Therapien für neurodegenerative Erkrankungen führen könnten. Die geplante Simulation des komplexeren Mäusehirns würde diese Erkenntnisse auf eine neue Stufe heben und tiefere Einblicke in die Funktionsweise hochentwickelter neuronaler Netzwerke ermöglichen.


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