Unterwasser-Vulkane löschten das Leben aus: Neue Beweise aus uralten Ozeanen.
Wie unterseeische Eruptionen das Massensterben im Meer verursachten
Nach Angaben von TSN.ua: Ein internationales Team von Geologen hat neue Hinweise gefunden, die einen dramatischen Zusammenhang belegen. Ihre Untersuchung von Überresten uralter Ozeanböden, die heute in den Gebirgen Tibets zu finden sind, zeigt: Wiederholte Ausbrüche von Unterwasservulkanen waren vermutlich der Schlüsselfaktor für mehrere Massenaussterben mariner Arten in der Trias-Zeit. Die Forscher analysierten Gesteine der mesozoischen Ozeane Meso-Tethys und Neo-Tethys.
Die Studie identifizierte drei gewaltige Pulse unterseeischen Vulkanismus, die sich zwischen 250 und 200 Millionen Jahren vor heute ereigneten. Die Hauptphasen dieser vulkanischen Aktivität fanden in folgenden Zeiträumen statt:
- vor 250–248 Millionen Jahren
- vor 233–231 Millionen Jahren
- vor 210–208 Millionen Jahren
Diese Eruptionsphasen fielen zeitlich mit vier bekannten marinen Aussterbeereignissen zusammen – ein deutlicher Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang. Die Trias war eine Zeit tiefgreifender geologischer und biologischer Umwälzungen.
Die Wissenschaftler erklären den Mechanismus so: Die unterseeischen Eruptionen setzten enorme Mengen an Treibhausgasen frei und veränderten die Chemie des Meerwassers grundlegend. Die Ozeane vergifteten sich durch einen erhöhten Schwefelgehalt selbst, was die Lebensbedingungen für marine Organismen toxisch machte. Die Ergebnisse unterstreichen damit die zentrale Rolle vulkanischer Prozesse bei der Gestaltung der uralten Umweltbedingungen auf der Erde.
Bedeutung der Erkenntnisse für die heutige Forschung
Die Studie betont, dass Vulkanismus ein entscheidender Faktor für die Entwicklung mariner Ökosysteme in der Trias war. Das Verständnis dieser uralten, durch Vulkane ausgelösten Katastrophen hilft Forschern, die Mechanismen ökologischer Krisen grundsätzlich besser zu begreifen. Solche Erkenntnisse aus Geologie und Paläontologie sind auch wertvoll, um die potenziellen Folgen heutiger Klimaveränderungen besser einordnen zu können.
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