Neue Abgabe geplant: Wiederaufbausteuer soll Militärbeitrag ersetzen.
Von der Kriegsabgabe zur Wiederaufbausteuer
Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Die ukrainische Regierung beabsichtigt, nach dem Ende des Kriegsrechts den derzeitigen Militärbeitrag von 5 Prozent durch eine Steuer für den Wiederaufbau zu ersetzen. Dies geht aus der aktualisierten Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor. Laut den neuen Konditionen bleibt der Militärbeitrag in der Ukraine noch drei Jahre nach Aufhebung des Kriegsrechts bestehen.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2026 flossen 94,2 Milliarden Griwna aus dem Militärbeitrag in den Staatshaushalt – ein Plus von 19,2 Milliarden Griwna (25,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit dem 1. Dezember 2024 wurde der Satz für Privatpersonen von 1,5 auf 5 Prozent angehoben. Zudem tritt ab dem 1. Juli 2026 eine neue Regelung zur Verrechnung des Militärbeitrags in Kraft.
Vertreter der ukrainischen Seite erklärten: 'Nachdem der 5-Prozent-Satz des Militärbeitrags für drei Jahre über das Ende des Kriegsrechts hinaus verlängert wurde, werden wir sicherstellen, dass die Einnahmen nach Auslaufen dieser Maßnahme nicht sinken.'
Damit unterstreicht die Regierung ihr Ziel, die Stabilität der Haushaltseinnahmen während der Nachkriegsphase zu sichern. Die geplante Umstellung soll helfen, die Finanzierungslücke nach dem Wegfall der bisherigen Abgabe zu schließen.
Ausblick auf den Staatshaushalt
Für den Staatshaushalt ist ein primärer Überschuss von 0,2 bis 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vorgesehen. Die Einführung einer möglichen Wiederaufbausteuer wäre Teil der wirtschaftlichen Erholungsstrategie der Ukraine nach Beendigung der Kampfhandlungen.
Der Wechsel vom Militärbeitrag zur Wiederaufbausteuer zeigt das Bestreben der Regierung, die Haushaltseinnahmen in der Zeit des Wiederaufbaus stabil zu halten. Gleichzeitig verdeutlicht dies die Ernsthaftigkeit der ukrainischen Absichten, den Wiederaufbau des Landes zu finanzieren – unter anderem durch Mechanismen, die die nötigen Mittel für strategische Projekte bereitstellen. Ein wesentlicher Punkt ist, dass diese Änderungen im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem IWF erfolgen, was die Notwendigkeit einer Anpassung der Steuerpolitik an neue wirtschaftliche Gegebenheiten bestätigt.
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