Warum afrikanische Söldner in Russland bleiben wollen – Hintergründe zur Anwerbung.

Warum afrikanische Söldner in Russland bleiben wollen – Hintergründe zur Anwerbung
Warum afrikanische Söldner in Russland bleiben wollen – Hintergründe zur Anwerbung

Gefangene aus Afrika im Dienst der russischen Armee

Nach Angaben von Espreso.tv: Kriegsgefangene aus afrikanischen Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo und Ägypten geben an, dass sie nicht in ihre Heimat zurückkehren möchten. Für sie sei Russland die bessere Option. Nach vorliegenden Informationen hat Russland rund 3.000 Bürger aus 36 afrikanischen Staaten für den Krieg in der Ukraine angeworben – mit hohen Geldversprechen. Derzeit kämpfen mindestens 1.436 afrikanische Staatsbürger auf Seiten der russischen Armee gegen die Ukraine.

Ein Gefangener aus der Demokratischen Republik Kongo mit dem Rufnamen Avatar erklärte, er wolle nicht in den Kongo zurück. Es sei ‚einfach Geschäft‘. Ein anderer Gefangener, ein Ägypter mit dem Decknamen Cairo, der seit über zwei Jahren in ukrainischer Gefangenschaft ist, sagte, die Ukraine bezeichne sie als afrikanische Staatsbürger. Er vermutet, dies geschehe, um sie nicht zurück nach Russland zu lassen.

Finanzielle Anreize und ihre Folgen

Russland lockt afrikanische Rekruten mit einer einmaligen Zahlung von etwa 13.000 US-Dollar und einem monatlichen Gehalt von mindestens 2.000 US-Dollar. Dieses Angebot ist für viele verlockend. In Kenia beispielsweise gelangten rund 1.000 Bürger nach Russland, von denen nur 30 lebend zurückkehrten. Diese Zahlen werfen ein Schlaglicht auf das Schicksal afrikanischer Söldner in diesem Konflikt.

Der ukrainische Diplomat Oleksandr Schtscherba sieht eine bewusste Strategie hinter dieser Entwicklung. Er sagt:

‚Das Blut dieses Krieges soll afrikanischer und weniger russisch sein.‘
Dies deute darauf hin, dass der Einsatz afrikanischer Söldner weitreichende Folgen haben könnte – nicht nur für die Herkunftsländer, sondern auch für die internationale Politik.

Die Anwerbung afrikanischer Staatsbürger für den Krieg in der Ukraine zeigt nicht nur die wirtschaftliche Not in ihren Heimatländern, sondern birgt auch Risiken für die regionale Stabilität. Gleichzeitig spiegelt dies einen neuen geopolitischen Trend wider: Staaten in Wirtschaftskrisen werden zunehmend Ziel ausländischer Militärrekrutierung. Es wird entscheidend sein, die weiteren Auswirkungen dieses Prozesses auf die internationalen Beziehungen und die Sicherheitslage in Afrika zu beobachten.


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