Polen lehnt Abgabe von MiG-29 ab: Kampfflugzeuge gelten als nicht mehr zeitgemäß.

Polen lehnt Abgabe von MiG-29 ab: Kampfflugzeuge gelten als nicht mehr zeitgemäß
Polen lehnt Abgabe von MiG-29 ab: Kampfflugzeuge gelten als nicht mehr zeitgemäß

Streit um MiG-29-Lieferungen an die Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Der polnische Vize-Verteidigungsminister Paweł Zalewski äußerte sich zur Frage der Übergabe von MiG-29-Kampfflugzeugen an die Ukraine. Er erklärte, sein Land sehe davon ab, weil diese Maschinen den Anforderungen moderner Gefechte nicht mehr genügen. Parallel dazu eskalierte ein historisch aufgeladener Konflikt zwischen Kiew und Warschau: Es geht um die offizielle Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach den 'Helden der UPA'.

Diplomatische Verstimmung zwischen Kiew und Warschau

Am 26. Mai 2023 unterzeichnete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Dekret, mit dem dem Sonderkommando 'Nord' der Ehrenname 'Helden der UPA' verliehen wurde. Dies rief in Polen scharfe Kritik hervor. Bereits am 29. Mai 2023 kündigte der polnische Präsident Karol Nawrocki an, Selenskyj die höchste polnische Auszeichnung aberkennen zu wollen. Nur wenige Tage später, am 2. Juni 2023, forderte der stellvertretende polnische Sejm-Marschall Krzysztof Bosak, den EU-Beitritt der Ukraine zu blockieren.

Am 5. Juni 2023 betonte Donald Tusk, dass die Lösung des Problems nun bei der ukrainischen Seite liege. Tusk appellierte am 8. Juni 2023 sowohl an Selenskyj als auch an Nawrocki, einen 'direkten und ehrlichen' Dialog zu führen. Dabei warnte er mit den Worten:

„Wenn wir uns um die Vergangenheit streiten, gewinnt ein anderer die Zukunft.“

Der polnische Vertreter Włodzimierz Czarzasty stellte klar: „Es liegt im Interesse Polens, gute Beziehungen zur Ukraine zu pflegen.“ Während einer Sitzung des Kapitels des Ordens des Weißen Adlers am 8. Juni 2023 erklärte Präsident Nawrocki, dass eine Entscheidung 'zum passenden Zeitpunkt' getroffen werde. Diese Vorfälle verdeutlichen die angespannte Lage zwischen beiden Ländern – eine Entwicklung, die von beiden Seiten Fingerspitzengefühl erfordert, um weitere Verstimmungen zu vermeiden.

Der Zwist zeigt, wie tief die bilateralen Beziehungen inzwischen belastet sind. Das könnte weitreichende Folgen für die militärische und politische Zusammenarbeit haben. Insbesondere die Art und Weise, wie historische Ereignisse und Persönlichkeiten gewürdigt werden, birgt neues Konfliktpotenzial. Um die Beziehungen zu stabilisieren, sind weiterer Dialog und Kompromisse unerlässlich.


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