Ab 2026: Für viele Geflüchtete aus der Ukraine endet der kostenlose Zugang zur polnischen Gesundheitsversorgung.

Ab 2026: Für viele Geflüchtete aus der Ukraine endet der kostenlose Zugang zur polnischen Gesundheitsversorgung
Ab 2026: Für viele Geflüchtete aus der Ukraine endet der kostenlose Zugang zur polnischen Gesundheitsversorgung

Neue Regelungen für die medizinische Versorgung ukrainischer Geflüchteter in Polen

Nach Angaben von TSN.ua: Ab dem 5. März 2026 gelten in Polen verschärfte Vorschriften für die Gesundheitsversorgung ukrainischer Kriegsflüchtlinge. Für die meisten von ihnen entfällt damit der bislang gewährte kostenfreie Zugang zum Gesundheitssystem. Künftig ist eine medizinische Behandlung in der Regel nur noch gegen Bezahlung von Krankenversicherungsbeiträgen möglich.

Die Neuregelung bedeutet das Aus für die kostenlose medizinische Grundversorgung eines Großteils der ukrainischen Bevölkerung in Polen. Bereits seit dem 30. September 2025 haben volljährige Ukrainer ohne Krankenversicherung keinen Anspruch mehr auf Kostenerstattung für Arzneimittel oder kostenlose zahnärztliche Behandlungen. Diese Entwicklung sorgt bei den Betroffenen für erhebliche Verunsicherung, da viele auf das polnische Gesundheitssystem angewiesen sind.

Diese Personengruppen behalten ihren Anspruch auf kostenlose Behandlung

Ausnahmen von dieser Regelung gelten weiterhin für bestimmte schutzbedürftige Gruppen. Zu den Berechtigten zählen:

  • Kinder und Jugendliche;
  • Schwangere und Frauen im Wochenbett;
  • Volljährige, die Folter oder Vergewaltigung erlitten haben;
  • Personen mit einem amtlichen Nachweis über ihren Aufenthalt in kollektiven Unterbringungseinrichtungen.

Für alle anderen ist der Zugang zum vollen Leistungsspektrum nun an den Nachweis eines entsprechenden Krankenversicherungsschutzes beim polnischen Nationalen Gesundheitsfonds (NFZ) gebunden.

Die Änderungen gefährden die medizinische Versorgung zahlreicher Ukrainer, die aufgrund des Krieges und anderer Umstände in Polen Schutz gesucht haben. Es wird erwartet, dass die Neuregelung zu öffentlichen Debatten führen und Initiativen ukrainischer Organisationen sowie Menschenrechtsgruppen nach sich ziehen wird.

Diese Anpassungen spiegeln einen allgemeinen Trend in europäischen Ländern wider, die Anforderungen an die Krankenversicherung für Geflüchtete zu verschärfen. — Quelle: Unbekannt

Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen ist die Frage zentral, wie sich die neuen Vorgaben auf die medizinische Versorgung vulnerabler Gruppen auswirken werden. Diese Herausforderung könnte auch auf internationaler Ebene diskutiert werden, da Länder einen Ausgleich zwischen der Unterstützung Schutzsuchender und der Steuerung nationaler Ressourcen finden müssen.


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