Polnischer Sender überträgt Eröffnung der Paralympics 2026 nicht.

Polnischer Sender überträgt Eröffnung der Paralympics 2026 nicht
Polnischer Sender überträgt Eröffnung der Paralympics 2026 nicht

Breiter Boykott der Eröffnungsfeier

Nach Angaben von UATV: Der polnische Sender TVP Sport wird die Eröffnungszeremonie der XIV. Paralympischen Winterspiele am 6. März 2026 in Italien nicht ausstrahlen. Diese Entscheidung folgt einem Aufruf zum Boykott durch das Polnische Paralympische Komitee. Grund ist die Zulassung von Athleten aus Russland und Belarus unter ihren Nationalflaggen. Insgesamt haben 14 Nationen sowie die Europäische Union ihre Teilnahme an der Eröffnungsfeier abgesagt. Der Konflikt zeigt, wie sehr der Krieg gegen die Ukraine auch den Sport erschüttert.

Der Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte die Teilnahme von Sportlern aus Russland und Belarus für die Winterspiele 2026 genehmigt, nachdem ihnen wegen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen die Ukraine zunächst eine Teilnahme verwehrt worden war. Für Athleten dieser Länder wurden Startplätze in den alpinen Skidisziplinen, im Skilanglauf und im Snowboarden reserviert.

Diese Länder beteiligen sich am Boykott

Zu den Ländern, die ihren Boykott bestätigt haben, zählen:

  • Österreich
  • Rumänien
  • Großbritannien

Auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Litauens, Polens, Estlands, Finnlands und Lettlands haben angekündigt, die Zeremonien nicht zu übertragen. Der polnische Sportfunktionär Andrzej Sibiła rief alle Nationen dazu auf, keine offiziellen Delegationen zur Eröffnung zu entsenden und betonte die Bedeutung internationaler Solidarität in dieser Frage.

Das ukrainische Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat wies zudem darauf hin, dass der Kreml sogenannte Teilnehmer der 'Spezialoperation', die eine Behinderung erlitten haben, für Propagandazwecke instrumentalisiere. Die italienische Politikerin Laura Bellasio kommentierte die Situation mit den Worten:

„Ich halte das nicht für richtig... Den Kopf in den Sand zu stecken, hilft niemandem.“

Bemerkenswert ist auch, dass auf den Kostümen der ukrainischen Mannschaft eine Karte der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen abgebildet war, wie Waleri Suschkewytsch berichtete. Diese Vorkommnisse unterstreichen die wachsenden Spannungen im internationalen Sport und verdeutlichen die klaren Haltungen vieler Nationen zur Teilnahme russischer und belarussischer Athleten an Weltwettbewerben.

Die weitreichende Verweigerung, an der Eröffnungsfeier der Paralympics teilzunehmen, spiegelt die globale politische Verwerfung wider, die der Krieg in der Ukraine ausgelöst hat. Die boykottierenden Staaten demonstrieren so ihre Solidarität mit der Ukraine und wollen verhindern, dass die Spiele für Propaganda genutzt werden. Die Entwicklung macht deutlich, dass der internationale Sport zunehmend zu einer Bühne für politische Statements wird – mit möglichen langfristigen Folgen für die Sportgemeinschaft.


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