Portnikov kritisiert den Plan für das nationale Pantheon der Ukraine und warnt davor, dass er zu einem bürokratischen Morast werden könnte.

Portnikov kritisiert den Plan für das nationale Pantheon der Ukraine und warnt davor, dass er zu einem bürokratischen Morast werden könnte
Portnikov kritisiert den Plan für das nationale Pantheon der Ukraine und warnt davor, dass er zu einem bürokratischen Morast werden könnte

Zweifel an der National-Pantheon-Initiative

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Journalist Vitaliy Portnikov hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Schaffung eines National-Pantheons in der Ukraine geäußert und argumentiert, dass das Land bereits bedeutende Gedenkstätten hat. Seine Bemerkungen kommen als Reaktion auf einen Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der am 28. Juni 2026 einen Gesetzesentwurf zur Einrichtung eines ukrainischen National-Pantheons einbrachte. Am 1. Juli 2026 verabschiedete die Werchowna Rada das Gesetz 'Über das ukrainische National-Pantheon', das das National Kyiv Pechersk Lavra Reservat als Standort festlegte.

Portnikov warnte, dass die Initiative zu Komplikationen führen könnte, insbesondere bei den Verhandlungen mit den Angehörigen der Verstorbenen. Er betonte:

„Das Amt des Präsidenten zu bekleiden, bedeutet nicht automatisch, dass man Verdienste für die Staatsbürgerschaft erworben hat.“ — Vitaliy Portnikov

Der Journalist schlug auch vor, dass „ich jeden dort lassen würde, wo sie begraben sind“, und deutete damit auf die mögliche Verlagerung von Gräbern hin, die er für inakzeptabel hält.

Bürokratie und Alternativen

Portnikov wies darauf hin, dass die Umsetzung dieses Projekts in einen weiteren bürokratischen Prozess umschlagen könnte. „Es wird jedes Mal ein Problem sein. Man muss mit den Familien verhandeln, und dies könnte zu einem weiteren bürokratischen Verfahren werden“, bemerkte er. Als Alternative schlug er vor, dass „das anders gemacht werden kann. Es ist nicht nötig, Gräber zu bewegen – eine symbolische Skulpturenallee könnte an einem für das Land wichtigen Ort geschaffen werden.“

Somit bleibt die Frage der Schaffung eines National-Pantheons in der Ukraine ungelöst, wobei die Meinungen über seine Notwendigkeit gespalten sind. Portnikov, der die Bedeutung bestehender Gedenkstätten hervorhebt, warnt vor einem vorschnellen Vorgehen mit dieser Initiative.

Angesichts dessen, dass das National-Pantheon eine hitzige öffentliche Debatte ausgelöst hat, ist es entscheidend, die historischen und kulturellen Faktoren zu berücksichtigen, die die Wahrnehmung des Projekts prägen könnten. Während die Initiative des Präsidenten als Versuch gewertet werden kann, das nationale Gedächtnis zu konsolidieren, muss ein Gleichgewicht zwischen neuen Ideen und den etablierten Traditionen zur Ehrung herausragender Persönlichkeiten gefunden werden. Wie Portnikov anmerkt, könnte es entscheidend für den Erfolg des Projekts sein, einen Kompromiss mit den Angehörigen der Verstorbenen zu erreichen, was sorgfältige Planung und Input aus der Gesellschaft erfordert.


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