Purim 2026: Termine und Traditionen des jüdischen Freudenfestes.

Purim 2026: Termine und Traditionen des jüdischen Freudenfestes
Purim 2026: Termine und Traditionen des jüdischen Freudenfestes

Das Fest der Errettung

Nach Angaben von Novyny.live: Am 2. März feiert das jüdische Volk Purim, ein Freudenfest, das an die Rettung vor der Vernichtung im Persischen Reich vor über 2400 Jahren erinnert. Es wird am 14. Tag des Monats Adar begangen. Im Jahr 2026 beginnt Purim am Abend des 2. März und wird am Tag des 3. März gefeiert. Eine Besonderheit gilt für Jerusalem: Hier wird das sogenannte Schuschan Purim erst einen Tag später, am 4. März, begangen.

Historischer Hintergrund

Die Ereignisse, die zu Purim führten, spielten sich unter König Artaxerxes I. (auch als Ahasveros bekannt) in der persischen Diaspora ab. Der königliche Berater Haman erwirkte ein Edikt zur Vernichtung aller Juden im Reich. Durch den Mut von Mordechai und seiner Nichte Esther, die durch eine dreitägige Fastenzeit gestärkt vor den König trat, konnte das Volk gerettet werden. Die Geschichte wird alljährlich aus der Megillat Esther (Esther-Rolle) vorgelesen.

Wie wird Purim gefeiert? Das Fest ist von großer Ausgelassenheit geprägt. Dazu gehören festliche Mahlzeiten mit Fleischgerichten, Wein und Süßigkeiten. Ein typisches Gebäck sind Hamantaschen. Es ist Brauch, sich zu verkleiden, in fröhlichen Umzügen mitzufeiern und Geschenkpakete (Mischloach Manot) an Freunde und Bedürftige zu verteilen. Das Fest erinnert damit nicht nur an die Vergangenheit, sondern stärkt auch die Gemeinschaft in der Gegenwart.

In der zeitlichen Abfolge des jüdischen Kalenders folgt auf Purim die Vorbereitung auf das Pessach-Fest. Dieses beginnt im Jahr 2026 am Abend des 2. April und dauert bis zum Abend des 9. April. Beide Feste sind zentrale Pfeiler der jüdischen Tradition und verbinden historisches Gedenken mit lebendiger religiöser Praxis.

Purim ist ein zentrales Element des jüdischen Kulturerbes. Es feiert nicht nur ein historisches Ereignis, sondern betont auch Werte wie Einheit, Widerstandsfähigkeit und die Freude über die Bewahrung der Gemeinschaft.

Die unmittelbar auf Purim folgende Vorbereitung auf Pessach unterstreicht, wie sehr die jüdische Tradition die Erinnerung an prägende Ereignisse wachhält und ihren Einfluss auf die Gegenwart betont. Diese Feste sind kraftvolle Erinnerungen an die Bedeutung von Identität und kultureller Kontinuität.


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