Russland hofft erneut auf General Frost: Wie Kälte den Verlauf des Krieges beeinflusst.

Russland hofft erneut auf General Frost: Wie Kälte den Verlauf des Krieges beeinflusst
Russland hofft erneut auf General Frost: Wie Kälte den Verlauf des Krieges beeinflusst

Nach Angaben von ТСН: Russland hofft auf einen ungewöhnlichen Verbündeten – "General Frost", gemeint sind die strengen Wetterbedingungen, die ihr in Kriegen schon oft geholfen haben.

Mit dem Einbruch von Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad wird die Durchführung von Kampfhandlungen viel schwieriger, und der Schutz friedlicher ukrainischer Städte vor russischen Angriffen erfordert außergewöhnliche Anstrengungen. Der Feind zielt auf Energieanlagen und Wohnhäuser.

Der Militärexperte Igor Romanenko betont, dass der Krieg unter extremen Kältebedingungen eine ernsthafte Herausforderung darstellt. Die Verschlechterung der Witterungsbedingungen hat einen wesentlichen Einfluss auf den physischen Zustand der Soldaten, die darauf achten müssen, sich warm zu halten und sichere Schlafplätze zu schaffen, um Erfrierungen zu vermeiden.

Vorbereitung der Technik auf den "Wintermodus"

Der Experte hebt hervor, dass trotz der schwierigen Wetterbedingungen die Verteidigung des Landes wichtig ist.

"Aber hier muss man den Einfluss der Kälte auf Menschen und Technik während des Krieges differenzieren. Militärtechnik muss sorgfältig vorbereitet und in den Winterbetrieb überführt werden – wichtig ist es, rechtzeitig Kraftstoff und Öl zu wechseln. Die Technik darf nicht einfrieren, und die verantwortlichen Personen müssen Zeit für das Vorheizen vor der Nutzung sicherstellen. Es gibt viele Anforderungen dazu," –

erklärt Igor Romanenko.

Er betont, dass kaltes Wetter offensive Operationen kompliziert, aber gleichzeitig gefrorener Boden die Bewegung der Technik begünstigt, da die Wege stabiler werden.

Risiken des Vormarsches und das Einfrieren der Flüsse

"Es gibt viele Faktoren, die zu berücksichtigen sind. Im Herbst konnte der Feind wegen des Muddles nicht vorrücken, und jetzt, bei Frost, kann er sich schnell mit Technik bewegen. Daher müssen wir diese Möglichkeit analysieren und entsprechend darauf reagieren. Im warmen Saisons gab es genügend Deckungen, jetzt besteht das Risiko, in einem Graben zu erfrieren. Bei "Minus" erhält der Krieg ganz andere Bedingungen," –

sagt Igor Romanenko.

Das Einfrieren der Flüsse könnte dem Feind das Überqueren von Wasserhindernissen erleichtern. Beispielsweise gab es im Sommer und Herbst Versuche des Gegners, bei Cherson über den Dnipro zu gelangen, aber unsere Soldaten konnten sie aufhalten.

"Jetzt hängt alles davon ab, wie der Dnipro gefrieren wird und welche Festigkeit das Eis haben wird. Der Gegner wird nach Möglichkeiten suchen und Aufklärung durchführen. Aus der Sicht offensiver Operationen verbessern starke Fröste die Straßenbedingungen, aber beim Überqueren des Flusses muss man prüfen, welches Gewicht das Eis trägt," –

sagt der Militärexperte.

Propaganda und Angriffe auf die Energieversorgung

Igor Romanenko merkt an, dass die Russen oft auf "General Frost" setzen, und beziehen sich auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs.

"Die Russen hoffen auf ihren "General Frost", wie es unter Moskau war. Damals glaubten sogar die Deutschen an die Kraft eines solchen Generals. Jetzt nutzen russische Propagandisten "General Frost" zur Einschüchterung, indem sie die Energieinfrastruktur der Ukraine bombardieren, in der Hoffnung, dass sich das Wetter zu ihren Gunsten ändert. Aber das ist nur Propaganda," –

sagt Igor Romanenko.

Arbeit der Luftabwehr: Überleben und Manöver

Kaltes Wetter beeinflusst auch den Schutz vor Luftangriffen. Besonders schwierig ist es für die Boden-Luft-Raketenteile, die für den Schutz strategischer Objekte in der Ukraine verantwortlich sind, da sich ihre Arbeitsbedingungen durch Schneefälle und Frost verändert haben.

"Nach dem Abwehren eines feindlichen Luftangriffs müssen die Boden-Luft-Raketeneinheiten an eine neue Position wechseln. Das ist eine Frage von Leben und Tod, denn der Feind setzt Aufklärungsflugzeuge für die Beobachtung ein," –

erzählt Igor Romanenko.

Er betont auch, dass die Rückkehr zu alten Positionen gefährlich ist, da der Feind sie erfassen und Angriffe durchführen könnte. Daher müssen neue Positionen gesucht werden, was eine schwierige Aufgabe ist.

Was die Verteidiger im Winter benötigen

Der Generalleutnant fügt hinzu, dass die Zivilisten die Militärs im Winter unterstützen können.

"Unsere Krieger benötigen zusätzliche Hilfe: Schützengrabkerzen zur Beheizung, Treibstoffe und Schmierstoffe sowie Ersatzteile für die Reparatur von Technik. Wir müssen aktiv dazu beitragen, dass das Militär die Kälte übersteht," –

stellt er fest.

Der Experte betont, dass starke Fröste zu einer Unterbrechung aktiver Kampfhandlungen führen können.

"Ein erheblicher Rückgang der Temperatur wird die Effektivität der Kampftechnik beeinflussen. Die Technik benötigt Vorbereitung zur Nutzung, da sie bereit sein muss, Angriffe des Gegners abzuwehren," –

sagt Igor Romanenko.

Im Kontext der aktuellen Situation ist es wichtig anzuerkennen, dass Winterbedingungen den Verlauf der Kämpfe erheblich beeinflussen können. Die Vorbereitung der Militärs und der Technik auf den Winter ist entscheidend, um einen effektiven Schutz und Gegenmaßnahmen gegen feindliche Aggressionen sicherzustellen. Im Gegenzug kann die Unterstützung von Zivilisten ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der ukrainischen Streitkräfte in dieser schwierigen Zeit sein.


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