2026: So viele Tote wie nie zuvor in US-Abschiebelagern – Die Opfer und ihre Geschichten.
Steigende Todeszahlen in den Haftanstalten der US-Einwanderungsbehörde
Nach Angaben von Vox - Загальний: Die Zahl der Todesfälle in Einrichtungen der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hat im Jahr 2026 einen neuen traurigen Höchststand erreicht. Zu den Opfern zählen der 19-jährige Royer Pérez-Jiménez, der vermutlich durch Suizid starb, und Mohammad Nazir Pakhtiawal, ein afghanischer Flüchtling, der nach seiner Festnahme ums Leben kam. Allein in diesem Jahr wurden bereits 13 Todesfälle registriert – mehr als in vielen Jahren zuvor.
Royer Pérez-Jiménez, der von ICE inhaftiert wurde, ist mindestens der 13. Mensch, der 2026 in der Gewalt der Behörde gestorben ist. Dieser Fall verdeutlicht einen alarmierenden Trend: Seit Jahresbeginn gab es in ICE-Einrichtungen bereits mehr Todesfälle als in 16 kompletten Vorjahren. Mohammad Nazir Pakhtiawal starb am Samstag nach seiner Festnahme, was die Schwere der Lage erneut unterstreicht.
Die Entwicklung der Sterblichkeit in ICE-Lagern
Zum Vergleich: Im Jahr 2004 wurden 32 Todesfälle in ICE-Einrichtungen verzeichnet, 2025 waren es 31. Im laufenden Jahr 2026, in dem sich fast 70.000 Menschen in ICE-Gewahrsam befinden, steigt die Sterblichkeitsrate unter den Inhaftierten. Bemerkenswert ist, dass die meisten von ihnen lediglich wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht festgehalten werden. Im Jahr 2025 lag die Zahl der Inhaftierten unter 40.000, dennoch blieb die Zahl der Todesfälle auf einem hohen Niveau.
Diese Fakten werfen ein Schlaglicht auf die Haftbedingungen in den ICE-Lagern und die allgemeine Menschenrechtssituation im Kontext der US-Einwanderungspolitik. Die zunehmende Zahl an Todesfällen deutet auf tiefgreifende systemische Probleme bei der Verwaltung und der medizinischen Versorgung der festgenommenen Migranten hin.
Der Anstieg der Todesfälle in ICE-Zentren könnte auf systemische Mängel in der Führung und der Gesundheitsversorgung von inhaftierten Einwanderern hindeuten. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Reformen im Einwanderungssystem und einer Verbesserung der Haftbedingungen, um die Menschenrechte aller Festgenommenen zu wahren. Angesichts globaler Migrationskrisen ist es entscheidend, die Gesundheit und Sicherheit von Migranten zu schützen, die sich in einer verwundbaren Lage befinden.
Lesen Sie auch
- EU verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2028: Diese Gruppen sind ausgenommen
- EU-Rat verlängert Schutzstatus für Ukrainer bis 2028 – neue Regelungen betreffen vor allem Männer
- EU-Kommissar bestätigt Verlängerung des Schutzes für Ukrainer bis 2027: Betrifft das auch Männer?
- Finnland verlängert Grenzschließung zu Russland: Das ändert sich für Ukrainer
- Kreml-Propaganda mit KI und Deepfakes: Wie falsche Migranten-Videos Panik schüren
- EU sichert über 1,15 Millionen Ukrainern Schutz: Neue Regeln betreffen nur Neuanträge

