Gegen Abschiebungen: Wie Kirchen in den USA Einwanderer vor der ICE schützen.
Kirchen als Schutzraum vor der Einwanderungsbehörde
Nach Angaben von Vox - Лайфстайл: In den USA stellen sich religiöse Gemeinden zunehmend der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE entgegen. Besonders in Minnesota und Chicago engagieren sich Geistliche gegen die verschärfte Abschiebungspraxis, die unter der Trump-Administration an Fahrt aufnahm. Ihr Ziel ist es, Einwanderer vor der Deportation zu bewahren. Diese Bewegung zeichnet sich durch das persönliche und direkte Eingreifen der religiösen Führungspersonen zum Schutz gefährdeter Gemeindemitglieder aus. Das sogenannte "Sanctuary Movement" hat in den USA eine lange Tradition.
Gefahren des Protests und Aufrufe zur Zivilcourage
Der Widerstand ist nicht ohne Risiko: Im vergangenen Jahr wurden in Chicago bei Aktionen acht bis zehn Pastoren mit Pfefferspray angegriffen. Diese Vorfälle zeigen die Gefahren auf, denen sich Aktivisten aussetzen. Die Ernsthaftigkeit der Lage wurde auch in St. Paul deutlich, wo ein Protest gegen die ICE einen Gottesdienst in einer Southern Baptist Church unterbrach.
Bischöfin Mariann Budde aus Washington appellierte an Präsident Trump, mehr Barmherzigkeit gegenüber Einwanderern walten zu lassen und die Humanität in den Vordergrund zu stellen. In Chicago unterzeichneten über 200 religiöse Führer einen Brief, in dem sie versprechen, ihren eigenen Körper zum Schutz von Einwanderern einzusetzen. Ein Experte kommentiert diese Entwicklung so:
„Wir sehen, dass sich immer mehr religiöse Führer direkt engagieren, wenn Städte ins Visier genommen werden.“
Diese Ereignisse veranschaulichen das wachsende Engagement religiöser Gemeinschaften im Kampf für die Rechte von Einwanderern.
Die Vorgänge spiegeln nicht nur ein gestiegenes sozialpolitisches Bewusstsein der Kirchen in den USA wider, sondern auch die extreme Polarisierung der Einwanderungspolitik. Das Engagement der Geistlichen zeigt, dass Fragen der Menschlichkeit und Menschenrechte für viele Amerikaner im Mittelpunkt stehen, die sich politische Veränderungen wünschen. Dieser zivile Druck aus der Gesellschaft könnte langfristig den Dialog und Reformen in diesem umstrittenen Politikfeld neuen Schwung verleihen.
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