Kirchen als politische Macht: Wie Glaubensgemeinschaften die USA unter Trump prägten.

Kirchen als politische Macht: Wie Glaubensgemeinschaften die USA unter Trump prägten
Kirchen als politische Macht: Wie Glaubensgemeinschaften die USA unter Trump prägten

Der wachsende Einfluss der Kirchen auf die US-Politik

Nach Angaben von Vox - Лайфстайл: Während der zweiten Amtszeit von Donald Trump wurde der politische Einfluss religiöser Organisationen in den USA besonders deutlich. Episkopalkirche und katholische Gemeinden bezogen zunehmend Stellung zu gesellschaftspolitischen Schlüsselfragen. Ein Symbol dieser Aktivität war der nationale Gebetsgottesdienst im Washington National Cathedral am Tag von Trumps Amtseinführung. Solche Ereignisse zeigen, wie Glaube und Politik in den USA immer stärker verwoben sind.

Neue Positionen: Episkopalkirche und Katholiken

Die Episkopalkirche beendete ihre Zusammenarbeit mit der US-Regierung im Flüchtlingsresettlement – ein klares Signal gegen die damalige Migrationspolitik. Im Juli 2025 erläuterte Bischof Sean Rowe in einem Beitrag für Religion News Service die Gründe für diesen Schritt und seine gesellschaftlichen Folgen. Die politische Gewichtung solcher Entscheidungen wird klar, betrachtet man die Zahlen: Laut Pew Research Center identifizieren sich 62% der US-Amerikaner als Christen.

Weltweit leben 72% aller Katholiken in Lateinamerika, Asien oder Afrika. In den USA stellen die etwa 53 Millionen erwachsenen Katholiken jedoch rund 20% der Bevölkerung. Von diesen sind 40% Latinos, was tiefgreifende demografische Veränderungen innerhalb der Glaubensgemeinschaft widerspiegelt. Diese Statistik unterstreicht das politische Potenzial der katholischen Kirche, die ihre wachsende und diverse Anhängerschaft mobilisieren kann.

Zentrale Themen, die verschiedene religiöse Gruppen vereinen, sind:

  • Migrationspolitik
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Barmherzigkeit
Marianne Budde brachte die Haltung vieler Geistlicher auf den Punkt: 'Im Namen unseres Gottes bitte ich Sie: Seien Sie barmherzig mit den Menschen in unserem Land, die jetzt Angst haben.'

Solche Appelle zeigen, wie religiöse Führer in unsicheren Zeiten soziale Verantwortung einfordern. Auch Papst Franziskus betont stets die humanitäre Dimension, wenn er sagt: 'Jesus spricht sehr klar: Am Ende der Welt werden wir gefragt werden … Wie habt ihr den Fremden aufgenommen?'

Religiöse Organisationen wie die Episkopalkirche und die katholische Kirche spielen somit weiterhin eine entscheidende Rolle in der US-Politik. Sie prägen Debatten und setzen moralische Maßstäbe. Angesichts ihrer wachsenden Mobilisierung sind weitere Verschiebungen in der öffentlichen Meinung und bei politischen Entscheidungen zu erwarten – besonders in den hochaktuellen Feldern Migration und soziale Gerechtigkeit.


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