Höhere Hinterbliebenenrenten für gefallene Soldaten: Neue Beträge ab Januar.
Renten wegen Verlust des Ernährers für Familien getöteter Militärangehöriger
Nach Angaben von Novyny.live: Der Krieg in der Ukraine hat viele Familien in eine schwierige Lage gebracht, in denen Angehörige vermisst oder gefallen sind. Diese Hinterbliebenen haben Anspruch auf eine Rente wegen Verlust des Ernährers. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet das ukrainische Gesetz Nr. 2262, das die Voraussetzungen für solche Zahlungen an Familien von Soldaten regelt, die während ihres Dienstes ums Leben kamen oder als vermisst gelten.
Nach diesem Gesetz können folgende Familienangehörige eine Rente beantragen, wenn der Soldat:
- bereits Rentner war;
- während des Dienstes gefallen oder verstorben ist;
- innerhalb von drei Monaten nach der Entlassung aus dem Dienst gestorben ist.
Die Höhe der Rente beträgt in solchen Fällen 70 Prozent der Dienstbezüge des Soldaten für jedes erwerbsunfähige Familienmitglied. Handelt es sich um einen Unfalltod, erhält jedes Familienmitglied 30 Prozent dieser Bezüge.
Ab dem 1. Januar 2026 liegt die Mindesthinterbliebenenrente bei 5.190 Griwna. Diese Unterstützung ist für Familien, die durch Kampfhandlungen ihren Ernährer verloren haben, von großer Bedeutung.
Wer hat Anspruch auf die Rente?
Laut geltendem Recht sind folgende Personen berechtigt, eine Hinterbliebenenrente zu beziehen:
- Kinder bis zum 18. Lebensjahr;
- Vollwaisen bis zum 23. Lebensjahr, unabhängig von einer Ausbildung;
- Kinder zwischen 18 und 23 Jahren, sofern sie sich in einer Vollzeitausbildung befinden;
- Eltern, Ehemann oder Ehefrau des Verstorbenen, sofern sie nicht erneut geheiratet haben;
- Ehemann, Ehefrau oder ein Elternteil, Geschwister, Großvater oder Großmutter des Gefallenen, wenn sie nicht berufstätig sind und ein Kind des Verstorbenen unter acht Jahren betreuen.
Diese Regelungen zielen darauf ab, Familien, die durch den Krieg Verluste erlitten haben, finanziell zu entlasten und ihnen in dieser schweren Zeit Stabilität zu geben. Die fortlaufende bewaffnete Auseinandersetzung in der Ukraine macht die soziale Absicherung der Hinterbliebenen zu einer immer drängenderen Aufgabe.
Das Gesetz zur Hinterbliebenenrente soll den Betroffenen eine notwendige finanzielle Grundlage bieten und die gesellschaftlichen Folgen des Krieges abmildern. Es zeigt auch das Engagement des Staates gegenüber seinen Soldaten und deren Angehörigen – ein wichtiger Faktor für den nationalen Zusammenhalt in Zeiten des Konflikts.
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