Gewalttätiger Angriff auf 19-jährigen Ukrainer in Breslau: Polizei ermittelt.
Überfall auf der Slodowa-Insel
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 4. Juli wurde der 19-jährige Wolodymyr auf der Slodowa-Insel in Breslau Opfer einer brutalen Attacke. Eine Gruppe von etwa zehn Gleichaltrigen griff ihn gegen 20:00 Uhr an und verprügelte ihn schwer. Die Folgen: ein gebrochener Nasenknochen, Verletzungen an der Wirbelsäule und zahlreiche Prellungen am ganzen Körper.
Freunde des Opfers wurden Zeugen des Überfalls und alarmierten die Polizei. Die Täter flohen noch am Tatort. Zunächst wurde der Vorfall als Schlägerei eingestuft. Wolodymyr kam ins Krankenhaus, wo die Ärzte seine Verletzungen als mittelschwer einstuften. Die Polizeisprecherin von Breslau, Aleksandra Freus, bestätigte, dass Ermittlungen aufgenommen wurden.
Stimmen und weitere Schritte der Polizei
Wolodymyr schilderte die Ereignisse mit den Worten:
„Dann fingen sie an, mich auf den Kopf zu schlagen. Ich konnte nichts sehen und mich nicht wehren.“Er gab zudem an, dass der Angriff aufgrund seiner Nationalität erfolgte: „Sie haben einen Ukrainer verprügelt.“
Bereits am 8. Juli nahm die Polizei in Posen zwei Männer wegen eines ähnlichen anti-ukrainischen Vorfalls fest. Die Ermittlungen laufen weiter, die Behörden sammeln Hinweise zu den Tätern.
Dieser Fall verdeutlicht die zunehmende ethnisch motivierte Gewalt in Polen, die in der ukrainischen Gemeinschaft Besorgnis auslöst. Der Überfall auf Wolodymyr reiht sich in eine Serie anti-ukrainischer Vorfälle ein, was auf eine gefährliche Entwicklung hindeutet und mehr Sensibilität für interethnische Beziehungen fordert. Die Polizei setzt ihre Untersuchungen fort, was die Ernsthaftigkeit der Lage unterstreicht und Hoffnung auf eine strafrechtliche Verfolgung der Täter gibt.
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