Russlands Krieg gegen die Schiene: 18 Angriffe binnen eines Monats.
Zielscheibe Schienennetz
Nach Angaben von TSN.ua: Seit Anfang März hat die Ukraine 18 Angriffe auf ihre Eisenbahninfrastruktur verzeichnet. Im Schnitt sind das sechs Attacken pro Tag. Das primäre Ziel der russischen Streitkräfte ist dabei der rollende Bestand. Bislang wurden 41 Objekte beschädigt, darunter 17 Fahrzeuge wie Lokomotiven und Waggons.
Besonders folgenschwer war ein Drohnenangriff auf einen Personenzug in Mykolajiw am 4. März. Dabei wurde ein Mitarbeiter der Ukrainischen Eisenbahn 'Ukrsalisnyzja' verletzt. Die systematische Zerstörung von Waggons, Lokomotiven, Brücken und Depots durch Drohnen markiert eine gefährliche taktische Wende in diesem Krieg.
Folgen für Sicherheit und Logistik
Die fortwährenden Attacken gefährden den sicheren Bahnverkehr in der Ukraine massiv und behindern die Logistik sowie die Versorgung mit Gütern. Die Lage ist angespannt, das Schienennetz wird immer verwundbarer.
Diese Angriffsserie unterstreicht die überlebenswichtige Rolle der Eisenbahn im Kriegsgeschehen. Sie ist die Hauptader für militärische Nachschublieferungen und humanitäre Hilfe. Die zunehmende Zerstörung der Infrastruktur hat daher schwerwiegende Konsequenzen für Wirtschaft und Sicherheit der Ukraine, denn sie unterbricht nicht nur den Binnenverkehr, sondern auch internationale Lieferketten. Angesichts der eskalierenden Bedrohung wird der Schutz dieser kritischen Infrastruktur zur zentralen Herausforderung.
Lesen Sie auch
- Drohnenangriff auf Zug von Moskau nach Simferopol: Lokführer-Assistent getötet, Fahrgäste in Sicherheit gebracht
- Größtes Öllager im Kaukasus in Flammen: Details zum Brand auf der Anlage „Gruschowaja“
- Erneuter Drohnenangriff auf Odessa: Drei Verletzte und Schäden an der Energieversorgung
- Massiver Drohnenangriff in der Nacht: 155 russische UAVs treffen Odessa, Sumy und Dnipropetrowsk – ein Toter
- Ukrainische Post verliert Logistikzentrum in Charkiw durch Drohnenangriff – Was mit den Paketen passiert
- Angriffe auf Konotop und Odessa: Fünf Verletzte durch russischen Beschuss

