Krim unter Beschuss: Wie Russland die Halbinsel gegen eine ukrainische Offensive wappnet.
Ausbau der Verteidigungsanlagen auf der Krim
Nach Angaben von Novyny.live: Die russischen Besatzungsbehörden verstärken ihre militärischen Vorkehrungen auf der Krim. Grund dafür sind die wachsenden Bedrohungen durch die Ukraine. Der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, erklärte, dass russische Truppen die Küstenlinie der Halbinsel mit zusätzlichen Befestigungen sichern. Derzeit ist dort eine beträchtliche Streitmacht stationiert, darunter Luftwaffe, Luftabwehrsysteme und Marineinfanterie. Die Kontrolle über das Schwarze Meer liegt weiterhin bei der russischen Luftwaffe, was eine unbemerkte Annäherung an die Küste für die Ukraine nahezu unmöglich macht.
Nachschubprobleme der Besatzer
Pletenchuk wies darauf hin, dass die Garnison auf der Krim in Verteidigungsstellung sei. Dazu setzt sie mobile Feuereinheiten und andere Strukturen ein, die bereits seit 2014 aufgebaut wurden. Trotz dieser Maßnahmen haben die Besatzer jedoch erhebliche Schwierigkeiten mit dem Nachschub, da ukrainische Angriffe die Transportwege treffen. Dies schränkt die Versorgung der Truppen massiv ein.
„Sie werden versuchen, dies irgendwie zu kompensieren und zu nutzen. Aber das ist eine völlig andere Logistik. Die Qualität der Verkehrsanbindung nimmt ab, und entsprechend sinkt auch die Durchsatzkapazität.“ – Dmytro Pletenchuk
Er fügte hinzu: „Wenn man alle Ereignisse der letzten Zeit im Zusammenhang betrachtet, erkennt man eine Linie, die zu systemischen Schwierigkeiten bei den Russen führt. Das ist definitiv kein zufälliges Ereignis.“ Laut Pletenchuk sind derartige Operationen nur im Rahmen einer großangelegten, kombinierten Militäroffensive möglich, die mit Erfolgen am Boden einhergeht. Die derzeitige Lage verdeutlicht, dass die russischen Aktivitäten zur Befestigung der Krim auf eine erhöhte Anspannung in der Region hindeuten. Die wachsende Bedrohung durch die Ukraine und die logistischen Engpässe der russischen Streitkräfte könnten die strategischen Entscheidungen beider Seiten in naher Zukunft maßgeblich beeinflussen.
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