Russland bereitet einen neuen Blackout vor: Wird die Ukraine genug Luftverteidigungsmittel haben?.

Russland bereitet einen neuen Blackout vor: Wird die Ukraine genug Luftverteidigungsmittel haben?
Russland bereitet einen neuen Blackout vor: Wird die Ukraine genug Luftverteidigungsmittel haben?

Nach Angaben von ТСН: Russland intensiviert die Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine, mit dem Ziel, das Land ohne Strom und Heizung zu lassen. Bei umfangreichen Bombardierungen der russischen Armee leiden bereits Tausende Haushalte unter Strom- und Wärmeausfällen, insbesondere in den Regionen Kiew und Dnipropetrowsk.

Kann Russland einen Blackout in der Ukraine verursachen?

Der Militärexperte OlegSich diese Diskussion andeutet, dass ein Blackout das Ziel der russischen Angriffe auf das Energiesystem der Ukraine ist. Er bemerkt, dass ein solches Szenario derzeit immer wahrscheinlicher wird.

„Sie streben genau danach. Das ist der Sinn aller Angriffe – uns ohne Strom zu lassen. Leider wird dies in unserer Situation immer wahrscheinlicher, da wir Probleme mit der Luftverteidigung haben, besonders mit der Raketenabwehr“, erklärte der Experte.

Zhadanov stellte auch fest, dass in anderen Aspekten der Luftverteidigung die Situation besser ist, aber was die Raketenabwehr angeht, ist sie viel schwieriger.

Wie Russland die ukrainische Luftverteidigung beeinträchtigt: Angriffsschema

Der Experte betonte, dass Russland systematisch handelt und jeden Angriff plant, in der Regel mehrere Wellen von Angriffen durchführt.

„Sie greifen abends mit ballistischen Raketen an. Und die Ballistik – das ist fast ein garantierter Treffer auf die Ziele, die sie anvisieren. Dann erschöpfen sie in der Nacht unsere Luftabwehr mit 'Schahids', und am Morgen starten sie Kreuzraketen“, bemerkte Zhadanov.

Die nächtlichen Kamikaze-Drohnenangriffe erschweren den Rettungskräften die Durchführung von Notrettungsarbeiten.

„Unsere Rettungskräfte und Mediziner geraten oft unter Wiederholungsbeschuss und sterben. Vor ein paar Tagen starben Mediziner, die den Verletzten geholfen haben“, betonte der Experte.

Die Situation wird kritisch, da nachts Brände wüten und Menschen an Unterkühlung oder Verletzungen sterben können. Am Morgen führt Russland neue Raketenangriffe durch, in dem Wissen, dass die Luftverteidigung bereits erschöpft ist.

Warum Russland keine strategische Luftfahrt einsetzt

Zur Abwesenheit strategischer Luftfahrt bei den letzten Angriffen stellte Zhadanov die Vermutung auf, dass es mögliche Probleme mit Flugzeugen oder Raketen gibt.

„Ich denke, hier gibt es Probleme entweder mit der Luftfahrt oder mit den X-101-Raketen. Andernfalls hätten sie sie schon lange eingesetzt“, bemerkte er.

Wie oft kann Russland massive Angriffe durchführen?

Laut dem Experten kann Russland solche massiven Angriffe nicht häufig durchführen, aufgrund begrenzter Raketenlager. Zhadanov wies darauf hin, dass die Besatzungen begonnen haben, S-300-Raketen einzusetzen, was auf einen Mangel an Mittel zur Zerstörung hinweist.

„Ballistische 'Iskander' mischen sie mit S-300-Raketen für kurze Distanzen – bis zu 100–110 km. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Bestände weniger werden“, erklärte er.

Gleichzeitig hat Russland immer noch eine gewisse Anzahl von 'Schahid'-Drohnen, ballistischen und cruise missiles, die es versuchen wird, schrittweise zu verwenden.

Welche Städte sind gefährdet durch die Angriffe Russlands?

Zhadanov glaubt, dass Kiew das Hauptziel der russischen Angriffe bleibt.

„Sie wollen Kiew vollständig ausschließen. Charkiw ist die zweite Hauptstadt, die sie schon seit Jahren zu zerstören versuchen. Aber Kiew als Hauptstadt ist ein Symbol. Wenn Kiew 'erlischt' – halten sie es für einen riesigen Sieg“, bemerkte der Experte.

Der Feind greift jetzt nicht nur Kiew an, sondern auch die Kiewer Region, um Hochspannungsleitungen, die die Hauptstadt versorgen, zu beschädigen.

Wie Angriffe auf Umspannwerke das Energienetz „lahmlegen“ können

Der Experte erklärte, dass das Energienetz der Ukraine im Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch funktioniert.

„Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, beginnt die Automatik ohne menschliches Eingreifen mit rollierenden Abschaltungen. Das System funktioniert automatisch, und wenn ein Umspannwerk ausfällt, schaltet es selbst einen Teil der Verbraucher ab“, erklärte er.

Genau das strebt Russland an – indem es Umspannwerke in der Kiewer Region angreift, schafft es einen Mangel an Elektrizität, was zu einem Ungleichgewicht des gesamten Systems führt.

„Danach 'fällt' das System selbst, und es muss manuell wiederhergestellt und balanciert werden. Militärisch gesehen sind diese Angriffe sehr sorgfältig und geschickt geplant“, betonte Zhadanov.

Abschließend bemerkte der Experte, dass die Ukraine in der letzten Woche faktisch keine Angriffe auf das Territorium Russlands durchgeführt hat, was ebenfalls Einfluss auf die Situation hat.

„Mit Drohnen werden wir Russland nicht überwinden. Raketen, ballistische und cruise missiles kann man mit Drohnen nicht stoppen. Und solange es keine harten Antworten auf zentrale Objekte in Russland gibt, werden wir Russland nicht stoppen“, fasste Oleg Zhadanov zusammen.
In den letzten Wochen nehmen die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur Ausmaße an, die nicht nur die Stromversorgung, sondern auch das Leben der Menschen gefährden. In Anbetracht möglicher massiver Angriffe und des Fehlens strategischer Luftfahrt sowie der Erschöpfung der Luftverteidigungssysteme entsteht ein enormes Risiko für die ukrainischen Städte, insbesondere für Kiew, das nach wie vor das Hauptziel des Feindes bleibt. Der Experte betont dringend die Notwendigkeit aktiver Maßnahmen von ukrainischer Seite, um künftige Verluste zu verhindern.

Lesen Sie auch

Werbung