Experte analysiert: Russlands Raketen-Engpässe und die Folgen für die Angriffe.

Experte analysiert: Russlands Raketen-Engpässe und die Folgen für die Angriffe
Experte analysiert: Russlands Raketen-Engpässe und die Folgen für die Angriffe

Technische Schwierigkeiten behindern russische Angriffe

Nach Angaben von TSN.ua: Die jüngsten russischen Massenbeschüsse fanden ohne Raketenstarts statt. Laut dem Experten Oleg Schdanow deutet dies auf gravierende technische Probleme hin, die aus einem Mangel an neuen Raketen und Schwierigkeiten mit den Trägerflugzeugen resultieren.

Die Rakete Ch-22, ein Entwurf aus den späten 1960er Jahren, bildet nach wie vor einen Grundpfeiler des russischen Arsenals. Allerdings verfügt Russland über keine neuen Exemplare dieses Typs mehr. Zwar gab es Versuche, die Rakete zur Ch-32 zu modernisieren, doch davon existieren nur Einzelstücke. Schdanow stellt fest:

„Die Ch-22-Rakete stammt aus den späten 60ern, neue gibt es nicht.“ - Oleg Schdanow

Dies legt nahe, dass die russische Armee ernsthafte Schwierigkeiten hat, sich mit modernen Präzisionswaffen zu versorgen.

Engpässe bei Flugzeugen und Hyperschallraketen

Hinzu kommen Probleme bei der Trägerflotte. Russland besitzt lediglich 12 MiG-31K-Jets, von denen nur 9 einsatzbereit sind. Vier dieser speziellen Maschinen gingen bereits durch Unfälle verloren, was die Lage weiter verschärft. Oleg Schdanow weist zudem auf eine Besonderheit der Triebwerke hin:

„Eine weitere Besonderheit ist, dass die MiG-31 mit einem Einweg-Triebwerk ausgestattet ist.“ - Oleg Schdanow

Dies deutet auf erhebliche Ressourcenbeschränkungen und eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten der Luftwaffe hin.

Parallel dazu herrscht auch ein Mangel an 'Kinschal'-Hyperschallraketen. Schdanow vermutet: „Möglicherweise ist bei der Ch-22 der technische Zustand das Problem, bei den 'Kinschal'-Raketen hingegen, so denke ich, fehlen sie schlicht an Zahl.“ Diese Engpässe sind ein Schlüsselfaktor für die nachlassende Effektivität der russischen Angriffe.

Auffällig ist zudem eine taktische Verschiebung: Die jüngsten Attacken fanden überwiegend in den frühen Morgenstunden statt. Dazu sagt Oleg Schdanow: „Dass sich die Zeit zum Morgengrauen verschoben hat, nun, ich würde sagen, sie versuchen, die schwächste Stelle zu treffen.“ Diese Anpassung könnte auf eine veränderte operative Vorgehensweise hindeuten.

Zusammengenommen beeinträchtigen die technischen Mängel, der Raketenmangel und die Probleme mit den Trägersystemen die Fähigkeit Russlands zu massiven Angriffswellen erheblich. Dies könnte den weiteren Verlauf der Kriegshandlungen beeinflussen.

Die Umstände deuten auf eine mögliche Schwächung der russischen Kampfkraft hin, die sich auf die weitere Kriegsführung auswirken wird. Die schwindende Verfügbarkeit moderner Präzisionswaffen stellt die russischen Streitkräfte vor neue Herausforderungen. Die taktischen Anpassungen zeigen, wie Moskau unter Ressourcenknappheit versucht, seine operativen Ziele dennoch zu verfolgen. Die Situation illustriert die langfristigen Folgen von Sanktionen und hohen Verlusten für die russische Kriegsmaschinerie.


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