Wie Russlands illegale Fischerei in Afrika den Krieg in der Ukraine finanziert.
Russlands Raubbau in Westafrikas Gewässern
Nach Angaben von TSN.ua: Russland betreibt in großem Stil illegale Fischerei vor der Küste Westafrikas. Die Milliardengewinne aus diesem Geschäft fließen in die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine. Diese Praxis schädigt nicht nur die Küstenstaaten wirtschaftlich, sondern zerstört auch die fragilen marinen Ökosysteme. Nach aktuellen Daten verliert der afrikanische Kontinent jährlich etwa 11,2 Milliarden US-Dollar durch illegalen Fischfang, wovon allein 9,4 Milliarden auf die Länder Westafrikas entfallen.
Russland zählt zu den weltweit größten Akteuren bei der illegalen Fischerei und wird in diesem zweifelhaften Ranking nur noch von China übertroffen. Im Dezember 2025 schloss Russland ein Fischereiabkommen mit Marokko, durch das das nordafrikanische Land jährlich schätzungsweise 500 Millionen Dollar an Einnahmen verliert. In Sierra Leone sicherte sich Russland das Recht, bis zu 40.000 Tonnen Fisch pro Jahr zu fangen.
Zerstörung von Lebensgrundlagen und internationale Besorgnis
Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) befinden sich mehr als die Hälfte der Fischbestände in der Region von der Straße von Gibraltar bis zur Mündung des Kongo bereits in einem biologisch instabilen Zustand. Zu Beginn des Jahres 2026 fiel der Industrieindex in diesen Gebieten ins Negative, während die Inflation über 4 Prozent stieg. Die Überfischung bedroht damit die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen.
Der Forscher Joseph Seagle stellt fest: 'Wie wir bereits beim Gold, anderen Mineralien, Diamanten und in gewissem Maße auch bei Öl und Gas gesehen haben, erkennt Russland eine Gelegenheit, den Fischfang in den ausschließlichen Wirtschaftszonen afrikanischer Länder auszuweiten.'
Zu den Ländern, in deren Gewässern Russland aktiv fischt, gehören:
- Marokko
- Sierra Leone
- Angola
- Guinea-Bissau
- Mauretanien
- Namibia
- Nigeria
- Senegal
Diese Entwicklung stößt in der internationalen Gemeinschaft auf große Besorgnis. Es werden dringend Maßnahmen gefordert, um die maritimen Ressourcen zu schützen und ein faires Fischereimanagement in afrikanischen Gewässern durchzusetzen.
Die Folgen von Russlands illegalem Fischfang reichen weit über den wirtschaftlichen Schaden hinaus. Die systematische Ausbeutung der Meeresressourcen gefährdet die Artenvielfalt und die Stabilität ganzer Ökosysteme, was zu langfristigen ökologischen Katastrophen führen kann. Die Weltgemeinschaft steht vor der Herausforderung, Ressourcen zu schützen, die nicht nur für die Region, sondern für das globale ökologische Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung sind.
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