Moskau verliert die Kontrolle über das Asowsche Meer: Schutzlosigkeit bedroht russische Exporthäfen.
Russische Häfen im Asowschen Meer sind verwundbar
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Experte Andrij Klymenko weist auf die prekäre Lage der russischen Exporthäfen im Asowschen Meer hin. Seiner Analyse zufolge fehlt Russland aufgrund erheblicher Verluste seiner Schwarzmeerflotte die nötige Stärke, um diese Häfen zu sichern. Klymenko betont, dass die Ukraine diese Situation zu ihrem Vorteil nutzen könnte, da die für den russischen Export wichtigsten Hafenanlagen weiterhin ungeschützt sind.
Seit Beginn des groß angelegten Krieges hat Russland mehr als 40 Schiffe eingebüßt, was seine Fähigkeit, die Sicherheit seiner Seewege zu gewährleisten, stark beeinträchtigt. Zu den bedeutendsten Häfen im Asowschen Meer, die für den russischen Export essenziell sind, zählen:
- der Hafen von Asow
- der Hafen von Rostow am Don
- der Hafen von Taganrog
Diese Häfen – wobei Taganrog laut Klymenko „möglicherweise der drittgrößte unter ihnen ist“ – stehen vor zusätzlichen Problemen aufgrund geringer Wassertiefen, die eine ständige Vertiefung der Fahrrinne erforderlich machen.
Angriffe auf die Hafeninfrastruktur
In der Nacht zum 10. Juli wurden die Städte Asow und Taganrog in der russischen Oblast Rostow von Drohnen attackiert. In Taganrog brach daraufhin im Hafengebiet ein Feuer aus, während in Asow offenbar ein Tanklager getroffen wurde.
Andrij Klymenko stellte klar: „Wer sollte diese Häfen eigentlich schützen? In erster Linie die Schwarzmeerflotte. Aber die wurde praktisch deklassiert.“
Er fügte hinzu, dass Russland „physisch nicht in der Lage ist, die Sicherheit der Hunderte von Schiffen zu gewährleisten, die täglich auf der Asow-Route unterwegs sind“. Klymenko hob hervor, dass diese Häfen „enorme Warenströme“ abwickeln, die Russen sie aber „derzeit einfach nicht schützen können“.
In dieser Situation, in der „ein Fenster der Verwundbarkeit existiert und Russland keinen Weg gefunden hat, seine Exporthäfen zuverlässig abzusichern“, eröffnen sich für die ukrainischen Streitkräfte Möglichkeiten, dies auszunutzen.
Die Anfälligkeit der russischen Häfen im Asowschen Meer könnte das Kräfteverhältnis in der Region grundlegend verschieben, da die Kontrolle über diese strategischen Punkte direkte Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Spielräume Russlands hat. Da Moskau mit der Sicherung seiner Exportwege kämpft, entstehen neue Optionen für ukrainische Militäroperationen. Der anhaltende Druck auf diese Häfen könnte zu einem zentralen Bestandteil der ukrainischen Strategie werden, um die eigene Position im Konflikt zu stärken.
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