Wie belarussische Türme und Mesh-Netzwerke den Drohnenkrieg nach dem Verlust von Starlink umgestalten.
Die russische Militär passt sich an neue technologische Realitäten an
Nach Angaben von TSN.ua: Nach dem Verlust des Zugangs zum Starlink-Satelliten-Internet-System waren die russischen Streitkräfte gezwungen, ihre Taktiken im Drohnenkrieg anzupassen. Sie haben jetzt begonnen, ein Mesh-Netzwerk zu nutzen, das durch Kommunikationsmasten auf belarussischem Territorium ermöglicht wird, um wachsenden Schwierigkeiten bei der Kontrolle ihrer unbemannten Luftfahrzeuge zu begegnen.
Um dieses Problem zu lösen, errichteten russische Militäreinheiten spezialisierte Kommunikationsmasten in Weißrussland. Dieses neue System ermöglicht es Drohnen, als Router zu fungieren, die ein WLAN-Signal an andere Drohnen in der Umgebung verteilen, was ihre Koordination während der Missionen erheblich verbessert. Dieses Mesh-Netzwerk ermöglicht es Drohneneinheiten, trotz der Einschränkungen durch den Verlust einer zuverlässigen Satellitenkommunikation effektiver zu operieren. Dieser technologische Wandel hebt die sich entwickelnde Natur der elektronischen Kriegsführung im Konflikt hervor, in der die Kontrolle des elektromagnetischen Spektrums ebenso wichtig wie das physische Terrain ist.
Neue Herausforderungen für die ukrainischen Verteidigungen
Diese russische Anpassung stellt jedoch eine neue Herausforderung für die Ukraine dar und schafft einen dringenden Bedarf an leistungsstärkeren Systemen zur elektronischen Kriegsführung (EW), die in der Lage sind, solche vernetzten Drohnen zu stören. Anatolii Khrapchynskyi, ein Experte auf diesem Gebiet, betonte diesen Punkt:
'Wir müssen zur Entwicklung des EW-Systems 'Pokrova' (Dach) zurückkehren.'Er betonte auch die Bedeutung der Entwicklung neuer Gegenmaßnahmen:
'Als Hersteller arbeiten wir jetzt aktiv an der Schaffung von Werkzeugen, die gegen Mesh-Netzwerke wirken können.'
Darüber hinaus hat Russland seine Taktik bei Luftangriffen geändert, indem es 'Gerbera'-Drohnen als Träger für kleinere FPV-Drohnen (First-Person View) einsetzt. Die 'Gerbera'-Drohne hat eine Reichweite von bis zu 640 km und kostet etwa 2.000 US-Dollar. Dies zeigt, dass die russischen Streitkräfte kontinuierlich nach neuen Methoden suchen, um die Effektivität und Reichweite ihrer Luftoperationen zu verbessern.
Anatolii Khrapchynskyi wies auch auf die Prioritäten der Militärfinanzierung in anderen Nationen hin und verwies auf einen globalen Kontext der Rüstungsbeschaffung:
'Schaut euch Großbritannien an. Das Land hat erklärt, dass es ballistische Raketen benötigt, die bis zu 1 Million Dollar kosten.'Dies unterstreicht das breitere technologische Wettrüsten, das parallel zu den Entwicklungen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine stattfindet.
Somit veranschaulicht die Anpassung des russischen Militärs an neue Kampfbedingungen die ständigen Veränderungen in Taktik und Strategie, die den Verlauf des Konflikts weiterhin beeinflussen. In modernen Kriegen ist die Anwendung neuer Technologien und die Fähigkeit, sich an veränderte Umstände anzupassen, von entscheidender Bedeutung geworden. Russland hat die Fähigkeit zur schnellen taktischen Innovation als Reaktion auf Rückschläge demonstriert, was das regionale Kräfteverhältnis verändern könnte. Gleichzeitig muss die Ukraine ihre eigenen technologischen Fähigkeiten stärken, um den neu auftauchenden Bedrohungen auf dem Schlachtfeld zu begegnen, was die entscheidende Bedeutung von Investitionen in Militärtechnologie und die Entwicklung fortschrittlicher Systeme zur elektronischen Kriegsführung für die nationale Sicherheit hervorhebt.
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