Rekorddefizit im russischen Haushalt: Kriegskosten zerstören die Infrastruktur.
Russlands Haushalt für 2025 mit massiver Lücke
Nach Angaben von UATV: Russland hat seinen Staatshaushalt für das Jahr 2025 mit einem Rekorddefizit von 5,5 Billionen Rubel abgeschlossen. Die enormen Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine und der fortschreitende Verfall der heimischen Infrastruktur sind die Hauptursachen. Aus der Ukraine wird von zahlreichen Versorgungsstörungen in Russland berichtet, durch die tausende Haushalte ohne Strom waren. Besonders betroffen waren die Region Krasnojarsk, das Gebiet Tscheljabinsk und die Stadt Omsk, wo die Energieversorgung zusammenbrach.
Zusammenbruch der Grundversorgung
In Städten wie Tomsk, Kemerowo und Rostow am Don kam es zudem zu schwerwiegenden Problemen mit der Wasserversorgung. Diese Pannen offenbaren systemische Mängel in der kommunalen Infrastruktur, die sich nach Einschätzung von Experten weiter verschärfen werden. Der Experte Iwan Us wies darauf hin, dass die Unterfinanzierung der Regionen und die Unmöglichkeit, notwendige Reparaturen durchzuführen, zu weiteren Krisen führen werden.
- Allein am 20. Januar 2025 gab Russland 131 Millionen US-Dollar für den Beschuss der Ukraine aus – eine enorme Belastung für die Finanzstabilität.
- Im Jahr 2025 wurden in Russland Vermögenswerte im Wert von 1,12 Billionen Rubel konfisziert.
- Die geplante Versteigerung des Moskauer Flughafens Domodedowo scheiterte, da kein einziges qualifiziertes Gebot abgegeben wurde – ein weiteres Zeichen wirtschaftlicher Schwierigkeiten.
Olga Kurnossowa betonte, dass die Ressourcen des Landes für den Krieg aufgezehrt werden. In der Folge wurde bereits das Programm zur Sanierung von marodem und baufälligem Wohnraum gestrichen.
Für das Jahr 2026 sind mindestens 13 Billionen Rubel für den Krieg gegen die Ukraine eingeplant. Diese Summe wird die finanzielle Lage des Landes weiter verschlechtern und die Probleme in der kommunalen Versorgung verschärfen. Die höchsten Haushaltsdefizite verzeichnen die Gebiete Kemerowo und Irkutsk sowie der Autonome Kreis der Jamal-Nenzen, was zu einer weiteren Verschlechterung der Lebensqualität der Bevölkerung führen könnte.
Der Rekorddefizit-Haushalt unterstreicht die gravierenden Herausforderungen, vor denen Russland angesichts des Krieges und wirtschaftlicher Instabilität steht. Die steigenden Kriegsausgaben und der Zerfall der Infrastruktur wirken sich unmittelbar auf den Alltag der Menschen aus, besonders in den am stärksten betroffenen Regionen. Diese Entwicklung könnte, wenn sie anhält, weitere soziale und wirtschaftliche Proteste im Land auslösen. Die Priorisierung militärischer Ziele geht deutlich zu Lasten der Grundversorgung der eigenen Bevölkerung.
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