Analyse der Rakete "Oreschnik": Was die Trümmer aus der Region Lwiw verraten.

Analyse der Rakete
Analyse der Rakete "Oreschnik": Was die Trümmer aus der Region Lwiw verraten

Trümmeranalyse nach Angriff: Russland setzte ballistische Rakete "Oreschnik" ein

Nach Angaben von TSN.ua: Bei einem Angriff auf die Region Lwiw am 9. Januar setzte Russland die ballistische Mittelstreckenrakete "Oreschnik" ein. Dieses Geschoss verfügt über keine Lenkung für seine Gefechtsköpfe und ist als Streumunition konstruiert. Es kann bis zu sechs Gefechtsköpfe transportieren, von denen jeder wiederum sechs Submunitionen enthält. Insgesamt kann eine solche Rakete somit bis zu 36 einzelne Sprengkörper über einem Zielgebiet verteilen.

Die Streubauweise und weitere mögliche Merkmale deuten darauf hin, dass die Startmasse des "Oreschnik" zwischen 1250 und 3000 Kilogramm liegt. Die Reichweite wird auf etwa 4100 Kilometer geschätzt. Auf der finalen Flugbahn erreicht die Rakete eine Geschwindigkeit von über Mach 11, was ungefähr 3740 Metern pro Sekunde entspricht. Allerdings fehlt der neuen Modifikation der Rakete ein Mechanismus zur präzisen individuellen Zielzuweisung der Gefechtsköpfe, was ihre Wirksamkeit erheblich mindern kann.

Bewertung der Einsatzfolgen und technischen Herkunft

Die Untersuchung der Raketentrümmer legt nahe, dass der "Oreschnik" auf dem Projekt der RS-26 "Rubezh"-Rakete basiert. Die offenkundigen Schwächen in der Effektivität des Gefechtskopfes werfen Fragen zur tatsächlichen Zerstörungskraft auf. Der Einsatz solcher Waffen scheint aus militärischer Sicht nicht optimal für die Erreichung präziser Ziele zu sein. Derartige Angriffe stellen eine erhebliche Gefahr für die Zivilbevölkerung dar, da Streumunition große, unpräzise Flächen bedeckt.

Der Vorfall unterstreicht, dass Russland die militärischen Handlungen in der Ukraine fortsetzt und dabei zunehmend auf neue Technologien und Modifikationen in seinen Raketensystemen setzt. Gleichzeitig zeigen die Probleme mit der Effektivität, dass strategische Ziele nicht immer erreicht werden, was die weiteren militärischen Taktiken beider Konfliktparteien beeinflussen könnte. Dieser Fall macht die fortwährende Bedeutung der Überwachung und Analyse neu auftretender Bedrohungen im Kontext des Krieges deutlich.


Lesen Sie auch

Werbung