Kreml-Propaganda mit KI und Deepfakes: Wie falsche Migranten-Videos Panik schüren.

Kreml-Propaganda mit KI und Deepfakes: Wie falsche Migranten-Videos Panik schüren
Kreml-Propaganda mit KI und Deepfakes: Wie falsche Migranten-Videos Panik schüren

Die Lügenmaschinerie: Eine Desinformationskampagne gegen Migranten in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Sendung „Algorithmen der Lüge“ mit Moderator Andrij Smolij deckt eine gezielte Desinformationskampagne auf. Diese verbreitet Falschmeldungen über Migranten in der Ukraine. So entpuppte sich ein Video, das angeblich Vergünstigungen für Migranten verspricht, als Manipulation, erschaffen mit Künstlicher Intelligenz und Deepfake-Technologie. Laut Smolij wird die Aktion vom Kreml gesteuert und nutzt reale gesellschaftliche Probleme in der Ukraine schamlos aus.

Ein Beispiel: Am 13. April 2023 tauchten in TikTok und Telegram Videos auf, die den Vorsitzenden der Gebietsverwaltung von Tscherniwzi, Ruslan Saparanjuk, zeigen. Allerdings hatte Saparanjuk sein Amt bereits am 8. Januar 2026 niedergelegt. Zum 19. Mai 2026 waren in der Ukraine lediglich 9.295 Arbeitsgenehmigungen für Ausländer gültig – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2021, als es noch doppelt so viele waren. Die demografische Entwicklung zeigt zudem: 2025 kamen in der Ukraine knapp 170.000 Kinder zur Welt, während über 485.000 Menschen starben.

Experten und die Drahtzieher der Informationsattacke

Bis Ende März 2026 genossen 4,33 Millionen Menschen, die aus der Ukraine geflohen waren, temporären Schutz in EU-Staaten. Vor der groß angelegten Invasion kamen in der Ukraine auf 41.000 offene Stellen 317.000 Arbeitssuchende. Im Mai 2026 hingegen suchten nur 141.000 Menschen Arbeit, während 230.000 Stellen unbesetzt blieben.

Experte Wassyl Woskobojnyk betont:

„Die massenhafte Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte ist selbst für Arbeitgeber wirtschaftlich unattraktiv.“
Er fügt hinzu:
„Es ist wesentlich günstiger und praktischer, Ukrainer im Land zu halten, anstatt Ausländer anzuwerben.“

Hinter der Informationsattacke stecken unter anderem:

  • Das 72. Spezialzentrum des russischen Militärgeheimdienstes (GRU)
  • Die Hackergruppe Sandworm

Zu den verbreiteten Fälschungen zählen geschnittene Videos, KI-generierte Inhalte und Deepfakes mit Kriegsveteranen. Andrij Smolij warnt: „Diese Operation schmarotzt an einem echten Problem.“ Die Kampagne werde auf drei Ebenen gestreut: einem technischen Netzwerk, systemtreuen Propagandisten und sogenannten „nützlichen Idioten“. Solche Manipulationen können die öffentliche Meinung über Migranten in der Ukraine verzerren und ein falsches Bild ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rolle zeichnen.

Diese Welle von Falschinformationen unterstreicht, wie wichtig kritisches Denken und die Überprüfung von Nachrichten in Zeiten moderner Herausforderungen sind. Die Gesellschaft sollte besonders in sozialen Medien vorsichtig sein, wo sich Fake News rasant verbreiten. Es ist entscheidend, die realen demografischen und wirtschaftlichen Probleme zu erkennen und sich nicht von Propaganda in die Irre führen zu lassen, die soziale Spannungen anheizen könnte.


Lesen Sie auch

Werbung