Seit 2022 unverändert: Russlands Ziel im Donbass bleibt die Eroberung der Städteachse.
Russlands Frontstrategie
Nach Angaben von UATV: Seit dem Jahr 2022 verfolgt Russland im Donbass dasselbe strategische Ziel: die vollständige Besetzung der Region. Besonders heftig wird in der Oblast Donezk gekämpft, etwa im Raum Kostjantyniwka. Dort konzentrieren sich die russischen Angriffe vor allem auf die Einnahme des Ballungsraums um Slowjansk und Kramatorsk. Der Militärexperte Serhij Hrabskyj betonte am 9. Juli 2023 im Sender FREEДОМ, dass die Lage in diesem Gebiet äußerst schwierig sei.
Laut offiziellen Angaben gab es am 8. Juli 2023 in der Ukraine insgesamt 268 Gefechtskontakte. Allein an der Front bei Pokrowsk konnten die ukrainischen Verteidigungskräfte 38 feindliche Angriffe abwehren. Hrabskyj zufolge versucht der Gegner, nördlich von Pokrowsk vorzurücken, um die wichtige Verbindungsstraße zwischen Bachmut, Kostjantyniwka, Pokrowsk und weiter nach Pawlohrad vollständig unter seine Kontrolle zu bringen. Er hob hervor, dass Kostjantyniwka derzeit eine Schlüsselrolle spiele, da durch diese Stadt eine zentrale Verkehrsachse nach Kramatorsk verläuft.
Lage an der Front
Hrabskyj wies auch auf die Bedeutung von Slowjansk und Lyman hin. Diese Frontabschnitte seien für den Kampf um die Agglomeration Slowjansk-Kramatorsk genauso entscheidend wie Kostjantyniwka. Der Experte erklärte, der Gegner versuche, Lyman weitgehend unbeschädigt einzunehmen, was auf seine Taktik hindeute, die Stadt zu umgehen. Die russischen Operationen zielten darauf ab, bis nach Swjatohirsk durchzubrechen – ein klares Zeichen für ihre strategischen Absichten in dieser Region.
Die Lage an der Front bleibt damit angespannt, die Kämpfe dauern an. Die ukrainischen Streitkräfte leisten weiterhin erheblichen Widerstand gegen die Vorstöße der Besatzer, insbesondere im Gebiet von Kostjantyniwka und rund um die Städteachse Slowjansk-Kramatorsk.
Im Zusammenhang mit den anhaltenden Gefechten ist festzuhalten, dass die Kontrolle über wichtige Verkehrswege – wie die Straßenverbindung zwischen Bachmut und Kostjantyniwka – den weiteren Verlauf der Kämpfe in der Region maßgeblich beeinflussen könnte. Der Verlust oder die Einnahme dieser Routen könnte das Kräfteverhältnis an der Front verschieben, weshalb beide Seiten ihnen erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Beobachter werden die Entwicklung weiterhin genau verfolgen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Änderungen der militärischen Taktiken.
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